Reichlich blaues Blut in der Schalterhalle

Von: Karl-Heinz Hoffmann
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Prinzen und andere karnevalistische Hoheiten wohin man blickt: Alle acht Eifeler Karnevalsvereine hatten sich in der Kundenhalle der Monschauer Sparkasse zum traditionellen Prinzenempfang eingefunden und gaben ein farbenprächtiges Bild ab. Foto: Hoffmann

Monschau. In dieser Masse treffen sie sonst nirgendwo in der Region zum gleichen Zeitpunkt zusammen. Wenn es jedoch darum geht, die Kundenhalle der Sparkasse in der Laufenstraße zu aus allen Nähten platzen zu lassen, sind die acht Eifeler Karnevalsvereine aus Simmerath, Monschau und Roetgen pünktlich zur Stelle. „Prinzenempfang“ heißt dieses bei allen Vereinen beliebte Event, bei dem in diesem Jahren der neue Sparkassen-Chef Andreas Kreitz als Gastgeber Premiere hatte.

Kreitz dürfte Gefallen an diesem Kundentermin gehabt haben, denn bestens aufgelegt hatte er die Karnevalsgesellschaften begrüßt. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Manfred Jansen hatte er auf ein Glitzerjacket verzichtet und aus dem heimischen Kostümkoffer ein Lumpenkostüm herausgekramt. Wenn er damit signalisieren wollte, dass bei der Sparkasse für die Karnevalisten nichts zu holen war, so ließen sich die uniformierten Narren davon in keinster Weise beeindrucken. Die herumgereichten Püffelchen und Getränke fanden jedenfalls wie immer reißenden Absatz.

Unter den „leeven Jecken“ befanden sich mit Georg Kaulen, Bernd Goffart und Manfred Eis auch die offiziellen Vertreter der drei Eifelkommunen. Ansonsten wimmelte es in der Kundenhalle der Sparkasse von großen und kleinen Prinzen und Prinzessinnen nebst zwei Bauern und zwei Jungfrauen.

Die Darbietungen der Gesellschaften wurden von den jeweiligen Geschäftsstellenleiten des Geldinstituts vorgestellt, welche den Hoheiten auch den Sparkassen-Orden überreichten. Dazu gab es am Ende für alle Vereine jeweils 1000 Euro, was auf der Ausgabenseite der Sparkasse mit 8000 Euro zu Buche schlug.

Mariechen und Musik

Die KG Roetgen mit ihrem Dreigestirn eröffnete in diesem Jahr den Reigen der Darbietungen. Während Tanzmariechen Jana Naumann für tänzerische Glanzpunkte sorgte, brachte das Dreigestirn die Kundenhalle gesanglich in Schwung. Den zauberte auch Mariechen Anne Maassen von den Lammersdorfer Karnevalsfreunden danach auf die Bühne. Über so viel Beweglichkeit staunte auch der Laimischter Prinz Sebastian I., der sich danach auch noch über die erfrischende Darbietung der Jugendgarde freuen konnte.

Im Tiefflug marschierten darauf die Kester Lehmschwalbe mit ihrem Prinzenpaar Ralf und Silke Stollenwerk mit großem Gefolge ein. Sie ließen zur Freude der Karnevalisten ihr Kindertanzmariechen Alisha ihr Können zeigen. Die KG Sonnenfunken war danach an der Reihe. Sie hatten ihre Funkengarde mitgebracht, die zum Lied „Wenn nicht jetzt, wann dann?!“ einen flotten Auftritt hinlegten. Den hatten auch die Ruscher Breybrobele aus Einruhr im Angebot. Ihre kleinen Tanzmäuse flitzten wieselflink über die Bühne.

So richtig ab ging die Post dann, als die Kiescheflitscher aus Rurberg/Woffelsbach die Kundenhalle der Sparkasse abrockten. Ihr Dreigestirn bot eine überaus schwungvolle Gesangseinlage, bei der Bauer René Breuer mit seiner Saxophon-Einlage erneut begeisterte. Dafür gab es vom „Musikorchester“ von Walter Offermann einen besonders kräftigen Tusch.

Die Rollesbroicher Klev Botze marschierten danach mit großem Aufgebot auf und sorgten gleichfalls für gute Unterhaltung, bevor am Ende die „Heimmannschaft“ ihren Auftritt hatte: Die KG Biebesse aus Höfen riss die Narren in der Kundenhalle mit ihrer Darbietung nochmals kräftig mit, bevor der Prinzenempfang in der Sparkasse ausklang.

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