Roetgen - Regionalmarke Eifel: In Roetgen geht es um die Wurst

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Regionalmarke Eifel: In Roetgen geht es um die Wurst

Von: ess
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Arndt Balter überreicht Rainer „Männ” Wilms die Plakette der Regionalmarke Eifel. Links neben Balter die Wilms-Söhne Marco und Michael, Schwiegertochter Melanie und Ute Schweren von der Handwerkskammer, rechts Roetgens Bürgermeister Manfred Eis. Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. Es gibt den „Arzt des Vertrauens” und den „Frisör des Vertrauens”. In Roetgen gibt es jetzt auch den „Metzger des Vertrauens”. Die Fleischerei Wilms an der Hauptstraße ist als erster Fachbetrieb in der Städteregion Aachen mit dem Logo der Regionalmarke Eifel dekoriert worden.

Chef Rainer Wilms, den man in Roetgen besser als „Männ” Wilms kennt, freut sich denn auch sehr über dieses äußere Zeichen, welches dokumentiert, dass sich sein Betrieb von der Massenproduktion abhebt und dem Verbraucher hochwertige, vor allem aber auch sichere Ware anbietet, denn jedes Tier, welches in der Metzgerei in die Theke kommt, in Rainer Wilms und seinen beiden Söhnen Michael und Marco, ebenfalls Metzgermeister, von Angesicht bekannt und keine anonyme Massenware.

Betrieb 1900 gegründet

Neben teilweise eigener Haltung und der eigenen Schlachtung unterwirft sich die Fleischerei Wilms ständig strengen Qualitätskontrollen, um die Kriterien der Regionalmarke Eifel zu erfüllen, regelmäßige, allerdings nicht angemeldete Kontrollen inbegriffen.

Der Betrieb, im Jahr 1900 vom Großvater des heutigen Chefs gegründet, kann im nächsten Jahr mit 111 Jahren ein Schnapszahl-Jubiläum feiern. Diese Tatsache war für Ute Schweren von der Handwerkskammer Aachen ein Beleg dafür, wie aus traditionellem Handwerk Innovation werden kann. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Harald Feiber gratulierte Schweren und verwies stolz darauf, dass der Betrieb von Rainer Wilms die erste Fleischerei im Kammerbezirk Aachen sei, die sich der Regionalmarke Eifel angeschlossen habe.

Roetgens Bürgermeister Manfred Eis freute sich, bei dieser Premiere dabei zu sein und verwies auf dieses Alleinstelungsmerkmal über die Grenzen des Ortes hinaus. Verwaltungschef Helmut Etschenberg schließlich ließ durch seinen Pressesprecher Detlef Funken ausrichten, die Städteregion Aachen werde Betriebe, die einen solchen Schritt gehen wollten, nach Kräften und Möglichkeiten unterstützen.

Erfreut über soviel positive Resonanz war auch Arndt Balter, zuständig für die Marken- und Produktentwicklung bei der Regionalmarke Eifel GmbH. Vor einigen Jahren noch, so Balter, habe man das Augenmerk auf einzelne Produkte gelegt.

Mittlerweile sei der Blick auf ganze Betriebe gerichtet, wobei der Schwerpunkt immer noch im Bereich Bitburg/Prüm liege. Deshalb sei er froh, dass die Regionalmarke mit der Fleischerei Wilms nunmehr auch in der Städteregion Aachen vertreten sei. Weitere Metzgereien würden angesprochen, so dass man hoffe. irgendwann zwischen 15 bis 20 Betriebe unter der Regionalmarke Eifel vereinen zu können.

Dass dieser Schritt durchaus lohnend sein kann, beweisen laut Balter Beispiele aus der Südeifel, wo es Umsatzsteigerungen von bis zu zehn Prozent gegeben habe. Für eine von etlichen Skandalen gebeutelte Branche, die sich Billiganbietern in den Großmärkten und gleichzeitig einer zunehmend qualitätsbewussten Kundschaft an der eigenen Verkaufstheke gegenüber sieht, eine nicht zu verachtende Perspektive.
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