Regen lässt die Rurtalsperre um 2,30 Meter ansteigen

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Nordeifel. Die heftigen Regenfälle vom Wochenende haben einen deutlich erhöhten Zulauf in das Talsperrensystem der Nordeifel gebracht, meldete jetzt der Wasserverband Eifel-Rur (WVER).

Die Wasserspeicher fingen die Zuflüsse auf und schützten damit den Unterlauf der Rur, das Dürener und Jülicher Land, vor Überschwemmungen.

Zwischen 50 und 80 Millimeter Niederschlag wurden an den Messstellen des WVER gemessen. Dies führte zu Zuflüssen in die Olef-, Urft- und Rurtalsperre, die in der Samstagnacht einen Spitzenwert von 203 Kubikmetern (203.000 Liter) pro Sekunde erreichten. Aus dem Talsperrensystem wurde jedoch nur ein Abfluss von knapp 12 Kubikmetern ab dem Staubecken Heimbach abgegeben.

Die Oleftalsperre verzeichnete einen Spitzenzufluss von mehr als 20 Kubikmetern (20.000 Litern) pro Sekunde. Der Speicher ist mit 12,8 Mio. Kubikmetern bei einer Kapazität von 19,3 Mio. Kubikmetern zu 66,4 Prozent gefüllt.

Die Urfttalsperre erlebte einen Spitzenzufluss von mehr als 90 Kubikmetern (90.000 Liter) pro Sekunde. Sie ist mit 33 Mio. Kubikmetern gefüllt. Dies sind 73 Prozent des Gesamtvolumens von 45,5 Mio. Kubikmetern.

In die Rurtalsperre Schwammenauel als Herzstück des Talsperrensystems gelangten in der Spitze ebenfalls mehr als 90 Kubikmeter (90.000 Liter) pro Sekunde. Sie stieg am Wochenende deutlich um 2,30 Meter an und verzeichnet einen Füllstand von 148,5 Mio. Kubikmetern, was 73,3 Prozent des Vollstaus (202,6 Mio. Kubikmetern) entspricht.

Aus dem Staubecken Obermaubach werden 22 Kubikmeter pro Sekunde abgegeben, da zu der Abgabe von knapp 12 Kubikmetern aus Heimbach vor allen Dingen noch Zuflüsse aus dem Kalleinzugsgebiet hinzukommen.

„Die deutliche Reduzierung der Spitzenabflüsse zeigt die schützende Funktion der Staubauwerke für den Unterlauf”, betont der WVER. Insgesamt wurden am Wochenende in den Talsperren zusätzlich zu der aus dem System regulär wieder abgegebenen Wasser 25 Millionen Kubikmeter Wasser aufgefangen und zurückgehalten. In der Hochwasserspitze machte das eine Reduktion um rund 190 Kubikmeter pro Sekunde aus.
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