Regeln für Wassersportler werden lockerer

Von: Gudrun Klinkhammer
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Die Boote auf dem Rursee dürfen etwas größer werden: Künftig kann der Wasserverband selbst die Nutzungsbedingungen für den Rursee festlegen und flexibler reagieren. Foto: Gudrun Klinkhammer

Nordeifel. „Die Wassersportler auf dem Rursee dürfen sich freuen, einige Vorschriften werden zum 16. März hin gelockert“, sagt Robert Steegmans, stellvertretender Vorstand des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER). Und weiter: „Wir geben damit dem geänderten Freizeitverhalten auf dem Rursee nach.“

Der WVER ist Eigentümer der Rurtalsperre, das ist ein Talsperrensystem, zu dem die Urfttalsperre gehört, der Obersee, der Rursee sowie die Staubecken Heimbach und Obermaubach.

Steegmans: „2013 lief eine 20-jährige Gemeingebrauchsverordnung aus.“ Der Druck auf den Eigentümer, beispielsweise modernere und größere Segelboote zuzulassen, stieg in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten an. Jährlich wurde seit 2013 zunächst die Verordnung verlängert und es wurde gleichzeitig in Kooperation mit der Bezirksregierung Köln und dem zuständigen Landesumweltministerium überprüft, ob eine Gemeingebrauchsverordnung speziell für den Rursee überhaupt noch sinnvoll ist.

Während Fließgewässer nicht solchen, von öffentlicher Hand aufgestellten, Regelungen unterliegen, gilt die Verordnung für Talsperren sehr wohl. Steegmans: „Talsperren sind zunächst einmal vom Gemeingebrauch ausgeschlossen.“ Diese aufgestauten Gewässer liefern in erster Linie Rohwasser, das zu Trinkwasser aufbereitet wird, sie dienen dem Hochwasserschutz und liefern Wasser für die Industrie.

Der WVER hatte in Kooperation mit den Behörden die Gemeingebrauchsverordnung in den vergangenen 20 Jahren definiert, die die Vorschriften etwa für Segler und Angler beinhaltete. Während dieser Zeit lag die Verantwortung bei den Behörden. Nach längerer Diskussion einigten sich die Verantwortlichen nun vergangenen Freitag darauf, die Gemeingebrauchsverordnung für den Rursee in eine Nutzungsregelung umzuwandeln. Steegmans: „Die Bezirksregierung hat bereits zugestimmt, das Ministerium wird das noch prüfen und ich gehe davon aus, dass das positiv abgesegnet wird.“

Aufgrund dieser Veränderung kann zukünftig der WVER selbst die Nutzungsbedingungen für den Rursee festlegen, ist aber auch alleine für das Gewässer verantwortlich. Steegmans: „Für den Obersee beispielsweise gilt weiterhin eine Gemeingebrauchsverordnung, da dort die Vorschriften wesentlich strenger sind und es auch dauerhaft bleiben werden.“

Aufgrund der neuen Nutzungsregelung am Rursee, die ab dem 16. März in Kraft treten soll, kann der WVER schneller und vor allem selbstständig auf ein sich stets änderndes Freizeitverhalten reagieren.

Am Rurseetalsperrensystem gibt es für Segel- und Anglerboote 2200 Liegeplätze an 150 Steganlagen. 80 private Steganlagen gehören dazu und 70 Clubanlagen. 60 Liegeplätze davon sind in Obermaubach zu finden. Steegmans: „Die Zahl der Liegeplätze ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten leicht angestiegen, wir leben eben in einer Freizeitgesellschaft.“ Auch das neue Feriendorf in Heimbach mit rund 1200 Betten macht sich bemerkbar, was die Publikumsfrequenz am Rursee angeht. Was dem WVER wichtig ist, sagt Steegmans: „Wir möchten den Charakter der Rurtalsperre weiter aufrecht erhalten, das soll keine Wasser-Rennstrecke werden.“

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