Nordeifel - Reformationsjubiläum: Viele Aktionen der Evangelischen Gemeinde

Reformationsjubiläum: Viele Aktionen der Evangelischen Gemeinde

Von: Andreas Gabbert
Letzte Aktualisierung:
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Die Evangelische Kirchengemeinde Monschauer Land erinnerte mit vielen Aktionen und Veranstaltungen an die Reformation: Ende August wurde zum Beispiel ein feierlicher Gottesdienst mit Freunden und Partnern aus Indonesien, Tansania und England gefeiert. Foto: Archiv/Raab
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Blickt mit Freude auf das Jubiläumsjahr der Reformation zurück: Pfarrer Jens-Peter Bentzin. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Am 31. Oktober ist es auf den Tag genau 500 Jahre her, dass Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen und damit die Reformation eingeläutet haben soll. An dieses Ereignis wird mit dem Reformationstag erinnert, der anlässlich des Jubiläums in diesem Jahr einmalig ein gesamtdeutscher gesetzlicher Feiertag ist.

In diesem Jubiläumsjahr hat die Evangelische Kirchengemeinde Monschauer Land mit einer Reihe von unterschiedlichen Veranstaltungen an die Reformation erinnert. „Das Gedenken an die Reformation zog sich wie ein roter Faden durch unser Gemeindeleben und hat es sehr belebt und bereichert“, sagt Pfarrer Jens-Peter Bentzin rückblickend.

Reiche Geschichte in der Nordeifel

Dies sei auch eine Gelegenheit gewesen, sich nochmals bewusst zu machen, welch reiche Geschichte die Protestanten in der Nordeifel haben“, sagt Bentzin. Denn die Anfänge der evangelischen Kirchengemeinde im Monschauer Land reichen bis in die Zeit der Reformation zurück. „Die Gedanken der Reformation fanden im Herzogtum Jülich, zu welchem Monschau und das Monschauer Land gehörten, früh Zustimmung“, hält Bentzin in einem Abriss über das evangelische Leben im Monschauer Land fest.

Die Nordeifel habe eine besondere Bedeutung für die Geschichte des rheinischen Protestantismus, da sich im Monschauer Land alle Elemente der rheinischen Reformationsgeschichte finden ließen. „Monschau und das Monschauer Land sind für das evangelische Leben in unserer Region zentrale und geschichtsträchtige Orte“, betont der Pfarrer. Die Reformation sei auch keine Ein-Mann-Show gewesen, sondern gerade in der Eifel seien es einfache Leute gewesen, die sich mit Veränderungen in Glauben und Kirche befasst hätten.

Das vergangene Jahr sei auch eine Gelegenheit gewesen, sich in der Nachbarschaft besser kennenzulernen. Schließlich seien die evangelischen Gemeinden in der Eifel weitläufig verstreut, so dass man sich nicht automatisch begegne.

So habe man aber vieles zusammen unternommen, sich gegenseitig besucht und viele schöne Gottesdienste gefeiert, sagt Bentzin. Besonders hebt er den Jugendgottesdienst unter dem Motto „Gottes Wort läuft“ Anfang Juli in der Monschauer Stadtkirche hervor. Damals feierten über 200 Jugendliche gemeinsam Abendmahl. „Es gab viele Aktionen, und die Stadt war voll“, erinnert sich Bentzin.

Mit einer Ausstellung wurde Ende Juli daran erinnert, „dass die Reformation deutlich auch von Frauen mitgetragen und geprägt wurde“.

Ende August wurde ein feierlicher Gottesdienst mit Freunden und Partnern aus Indonesien, Tansania und England gefeiert. „So hatten wir die Welt im Kleinen auch hier im Gottesdienst versammelt“, sagt Bentzin.

Außerdem gab es in der Stadtkirche in Monschau und in der evangelischen Kirche in Roetgen eine Reihe von Konzerten, so wie Anfang Oktober das große Gemeindekonzert in Monschau.

Ein Motiv sei bei allen Veranstaltungen besonders wichtig gewesen, und zwar die Betonung der Ökumene. „Wir wollten die Reformation bewusst nicht in Abgrenzung zu anderen feiern, sondern sie als Gelegenheit sehen, das Gemeinsame zu betonen. Dabei haben wir dankbar festgestellt, dass wir uns in den Kirchen so nahe sind wie seit 500 Jahren nicht mehr“, sagt Bentzin.

In Zukunft soll es weitere Impulse geben. „Wir haben ein lebendiges Gemeindeleben, und wir haben gespürt, was wir zu sagen haben, interessiert viele Menschen. Da werden wir anknüpfen und weiter kräftig dafür arbeiten, dass wir die Einheit der Kirche wiederbekommen“, erklärt Bentzin.

Im Lauf der nächsten Jahre und Jahrzehnte werde es immer wieder Gedenktage geben, die Gelegenheit bieten, „dass wir innehalten und aus dem bereits Erreichten die Konsequenzen ziehen“. „Das Ziel muss sein, dass wir zusammen Abendmahl feiern können“, betont Bentzin.

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