Roetgen - Ravel-Route: Brücke bleibt ein Thema

Solo Star Wars Alden Ehrenreich Kino Freisteller

Ravel-Route: Brücke bleibt ein Thema

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:
ravel-quer_bu
In dieser Kurve der B258 am oberen Ende der „Himmelsleiter” wird möglicherweise die Querung des Ravel-Radweges angelegt. Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. Die Ravel-Radroute auf der alten Vennbahntrasse von Aachen nach Luxemburg soll einmal ein genau so großer Touristenmagnet werden wie der Eifelsteig bereits ist.

Diesseits und jenseits der Grenze, in Deutschland und Belgien, verspricht man sich viel davon. Die Knackpunkte liegen im Detail, wie man in jüngerer Vergangenheit immer wieder feststellen musste. Hier sind es die bedrohten Braunkehlchen, die aus gutem Grund geschützt werden müssen, dort sind es aus demselben Grunde die Birkhühner. In Roetgen geht es nicht um Federvieh, sondern um eine in vieler Augen nicht unproblematische Querung des Premium-Radweges mit der „Himmelsleiter”, der B258.

Gemeinde nicht zuständig

Am Ende der Steigung macht die Bundesstraße in Höhe „Marienbildchen” eine Rechtskurve Richtung Ortseingang Roetgen, und genau in dieser Kurve soll der Ravel-Radweg die B258 queren und über Stockläder weiter zum alten Roetgener Bahnhof geführt werden. Dieser Plan, den ein Vertreter der Städteregion neulich im Rathaus der Gemeinde zum Besten gegeben hat, löste bei den Politikern über alle Fraktionsgrenzen hinweg Kopfschütteln und Proteste aus. Einer der Kommentare: „Das kommt nicht in die Tüte!”

Was aber in die Tüte kommt, entscheiden weder die Gemeinde Roetgen noch die Städteregion Aachen allein, denn Baulastträger in diesem Bereich ist der Landesbetrieb Straßenbau NRW, wie Uwe Zink, Umwelt- und Baudezernent der Städteregion, im Gespräch mit dieser Zeitung erläuterte, und der sei stets mit einzubinden.

Aufregung nicht nachvollziehbar

Der Sicherheitsaspekt an der genannten Stelle müsse hinreichend gewürdigt werden, so Zink weiter, allerdings sei diese Stelle „seit Jahren eine Querung für Radfahrer”, was aber offensichtlich kaum jemand zur Kenntnis genommen habe. Für den Baudezernenten ist deshalb die Idee „nichts Sensationelles” und die „ganze Aufregung nicht nachvollziehbar”. Überdies hänge es noch in weiten Säcken, ob die Querung dorthin komme und wie sie gegebenenfalls im Detail aussehen werde. Zink: „ Stockläder könnte eine Variante sein.”

Denn entgegen bisherigen Informationen ist das Brückenbauwerk im oberen Teil der „Himmelsleiter” keinesfalls vom Tisch. Fest stehen laut Uwe Zink in diesem Punkte zwei Dinge: Das Budget des Ravel-Projektes gibt zum einem das Brückenbauwerk mit seinen ausladenden Rampen für das geringe Gefälle und seiner Höhe nicht her. Zum anderem gibt es für Brückenbauwerke Förderungen des Landes. Zahlen und Größenordnungen wollte Zink nicht nennen, nur soviel: „Ich glaube, wir sind da auf einem guten Weg.”

Neben der Sicherheit ist für den Dezernenten vor allem auch die Qualität wichtig, denn ein zu erwartendes monumentales Brückenbauwerk sei nicht nur das Tor nach Roetgen, sondern das Portal in die gesamte Eifel.

Uwe Zink hofft, dass nach einem Gespräch mit Roetgens Bürgermeister Manfred Eis dieser Tage Ruhe einkehrt und es möglich wird, auf „sachlicher Ebene nach der bestmöglichen Lösung” zu suchen: „Die Menschen können sicher sein, dass der Sicherheitsaspekt bei der Städteregion einen sehr hohen Rang einnimmt. Ich warne davor, dieses Thema politisch zu diskutieren.”

Anfang November treffen sich die Fachausschüsse für Tourismus und für Bauen der Städteregion vor Ort, bevor sie dann gemeinsam das Thema beraten. Zink: „Ich gehe davon aus, dass anschließend die derzeitigen Irritationen aus der Welt sind.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert