Ranger stirbt beim Hochsitz-Bau

Von: zva
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Steckenborn Förster Tod
Tragisches Unglück im Wald: Beim Bau eines Hochsitzes ist am frühen Mittwochabend ein 61-Jähriger Förster aus Simmerath ums Leben gekommen. Später am Abend wurde der Leichnam des Mannes aus dem Waldstück bei Steckenborn geborgen. Foto: PSM

Simmerath. Für einen 61-jährigen Mann aus dem Gemeindegebiet Simmerath kam am Mittwochabend nach einem Arbeitsunfall im Wald bei Steckenborn jede Hilfe zu spät. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 18.40 Uhr, als der 61-Jährige gemeinsam mit einem Angehörigen im Wald bei Steckenborn einen Hochsitz aufstellen wollte. Die beiden Männer hatten den Auftrag dazu nach Informationen der Aachener Polizei von einem Jagdpächter erhalten und wollten den Hochsitz im Bereich Jungenheck/Birkenschlag aufstellen. Der fertig gezimmerte Hochsitz sollte dort im Staatsforst mittels einer Umlenkrolle und eines Stahlseils sowie mit Hilfe eines Geländewagens als Zugfahrzeug aufgerichtet werden.

Unter starkem Zug gerissen

Nach Untersuchungen der Polizei „riss die Umlenkrolle kurz nach Anfahren des Pkw unter starkem Zug vom Stahlseil ab und schnellte zu Boden”, so gestern Polizeisprecher Michael Houba. Die schwere Umlenkrolle traf den 61-Jährigen am Kopf und fügte ihm so schwere Verletzungen zu, dass er auf der Stelle tot war.

Der Angehörige, der das Fahrzeug bedient hatte, rief sofort Hilfe herbei, doch der Notarzt konnte nur noch den Tod des 61-Jährigen feststellen.

Beim Opfer handelt es sich laut Polizei um einen Mitarbeiter des Nationalparks Eifel (Ranger), der diese Arbeiten jedoch in seiner Freizeit ausführte, wie die Polizei betont.

„Einen Hinweis auf ein Verschulden anderer Beteiligter gibt es nach dem Stand unserer Untersuchungen nicht”, sagte der Polizeisprecher. Nach den Ermittlungen vor Ort wurden das Stahlseil und die Umlenkrolle sichergestellt und die Leiche in die Gerichtsmedizin verbracht. Die Angehörigen des Opfers wurden vor Ort durch einen Notfallseelsorger betreut.
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