Woffelsbach - Randweg wird nur teilweise befestigt: Camper befürchten Staubentwicklung

Randweg wird nur teilweise befestigt: Camper befürchten Staubentwicklung

Von: P. St.
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Das erste Stück des Randweges
Das erste Stück des Randweges in Woffelsbach darf nicht mit Pflaster und Asphalt befestigt werden. So wollen es die Zuschuss-Richtlinien für die Dorferneuerungsmaßnahme. Foto: P. Stollenwerk

Woffelsbach. Während der Trockenphase des zurückliegenden Sommers wurde in Woffelsbach mächtig Staub aufgewirbelt: Der geplante Ausbau des Randweges zu den Campingplätzen in der Woffelsbacher Bucht gefiel weder den Inhabern noch den Nutzern der Plätze.

Zwar war der Ausbau zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht abgeschlossen, aber es ließ sich bereits erahnen, dass es bei ausbleibendem Regen hier ein Staubproblem geben wird, wenn Fahrzeuge den Randweg als Zufahrt zu einem neu angelegten Platz benutzen müssen (die beiden anderen in diesem Bereich vorhandenen Plätze können von oben über die Wendelinusstraße erreicht werden).

Vom Rondell Wendelinusstraße bis zur Zufahrt des neuen Campingplatzes wird auf einer Länge von knapp 150 Metern der Randweg in sandgebundener Form ausgebaut. Das restliche, weitaus längere Stück des Randweges, der im Zuge der Umgestaltung der Woffelsbacher Bucht die Funktion einer Promenade übernehmen soll, wird dann bis zum Yachthafens mit Pflaster befestigt.

Diese Aufteilung nun können die Campingplatzbesitzer nicht nachvollziehen, weil ausgerechnet jenes Stück des Randweges, das von Fahrzeugen frequentiert wird, keinen befestigten Ausbau erhält. Von „verkehrter Welt” ist die Rede. Die drei Campingplatzbesitzer, unterstützt von 25 Unterschriften, wandten sich in mehreren Schreiben an die Gemeinde Simmerath und klagten darüber, dass beim Befahren des Randweges insbesondere beim starkem Wind eine Staubentwicklung entstehe, „die jedes erträgliche Maß bei weitem übersteigt.”

Es folgte ein Ortstermin, bei dem andere Möglichkeiten der Erschließung des Campingplatzes durchgespielt wurden. Eine mögliche Zufahrt über den Promenadenweg und das Gelände des zukünftigen Jugendferiendorfes ist seitens der Gemeinde wie auch von den politischen Vertretern in Woffelsbach nicht gewünscht, und eine Zufahrt vom Yachthafen her würde nicht nur bedeuten, dass zusätzlicher Verkehr im weiten Bogen durchs Dorf geführt würde, auch wäre die Campingplatzufahrt aus östlicher Richtung von der Topographie des Platzes her problematisch.

Warum also, so fragen sich die Betroffenen, wird der Randweg im nur für Fußgänger vorgesehenen Bereich gepflastert, aber dort wo Fahrzeugverkehr herrscht, begnügt man sich mit einer Absandung?

In mehreren Schreiben hat die Gemeinde erläutert, dass zwischen Wendelinusstraße und der Zuwegung zum Feriendorf ausschließlich ein sandgebundener Ausbau in Frage kommt. Da es sich hier um eine Dorferneuerungsmaßnahme handelt, hat das Amt für Agrarordnung seinen nicht unbeträchtlichen Zuschuss an die Bedingung geknüpft, dass der in Rede stehende Teil des Randweges nur in sandgebundener Form angelegt werden darf. Andernfalls, so erläuterte es Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, in seinem Schreiben, sei die „Fördermaßnahme insgesamt gefährdet” und würde zu einer „Unwirksamkeit des Zuwendungsbescheides” führen. Der sandgebundene Ausbau dieses Teilstückes sei eine maßgebliche Aufgabe im Bewilligungsbescheid gewesen.

10 km/h Höchstgeschwindigkeit

„Volles Verständnis” für die Bedenken vor Ort zeigt Simmeraths Ordnungsamtsleiter Bruno Wilden, der aber darauf hinweist, dass es sich beim Randweg derzeit noch um ein Provisorium handele. Nach Fertigstellung der Maßnahme werde an der Einmündung Wendelinusstraße/Randweg ein Sperrschild mit dem Zusatz „Zufahrt zum Campingplatz Schröder frei” aufgestellt. Ab der Einfahrt zum Campingplatz Schröder in Richtung Yachthafen sollen dann versetzte Scherengitter Fahrzeuge am Durchfahren hindern.

Nicht zuletzt wird, um die Staubwicklung möglichst zu unterbinden, auf dem sandgebundenen Teilstück des Randweges die Höchstgeschwindigkeit auf 10 km/h beschränkt.
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