Rammler und Burgunder hoppeln um die Wette

Von: Max Stollenwerk
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Er hat sein Kaninchen im Griff: Der 14-jährige Jungzüchter Lars Braun präsentiert sein noch vom Ausstellungsstress aufgeregtes Zuchttier der Rasse Chinchilla-Rex. Foto: Max Stollenwerk

Eicherscheid. Ein tiefes Brummen bedeutet Paarungsbereitschaft, Zähneknirschen weist auf Schmerzen hin, Trommeln zeigt ihre Unzufriedenheit: Auch Kaninchen besitzen ihre eigene „Sprache“. Diese war am vergangenen Wochenende auf der jährlichen Lokalschau des Kaninchenzuchtvereins R343 Eicherscheid auch zu vernehmen. Dort präsentierte der Verein an zwei Tagen stolz seine zahlreichen Exemplare in einer Kaninchenausstellung.

Aktuell zählt der 1964 gegründete Verein 36 aktive Mitglieder und kann auf eine erfreuliche Entwicklung und einen Zuwachs an Züchtern in den letzten Jahren zurückblicken. „Zu Jahresbeginn treffen wir uns immer zur Jahreshauptversammlung, im Laufe des Jahres stehen drei bis vier weitere Treffen an“, sagt Stefan Schlagloth, der seit diesem Jahr erster Vorsitzender ist. „Die Züchter und Jungzüchter treffen sich nebenbei natürlich deutlich öfter, da sie sich um ihre Tiere kümmern müssen, sie pflegen und vor Krankheiten schützen müssen“, berichtet der 24-Jährige.

Im Herbst sei an fast jedem Wochenende eine Kaninchenschau, bei der nicht nur die Rammler, Groß-Marder und Farbenzwerge, sondern auch etliche weitere Rassen zu sehen seien. Die Zuchtsaison beginne passend dazu immer im Oktober. „Zu Beginn der Zuchtsaison kreuzen wir die besten Rammler und versuchen, die Jungtiere auf Kaninchenschauen zu präsentieren“, erklärt Schlagloth.

Der 14-jährige Jungzüchter Lars Braun, der seit fünf Jahren Mitglied des Vereins ist, präsentiert unterdessen stolz sein Kaninchen der Rasse Chinchilla-Rex. Dieses wirkt recht nervös und setzt häufig zu Absprüngen aus den Händen seines Besitzers an. Lars Braun fasziniert vor allem „die Artenvielfalt der Tiere“. Das Kaninchenzüchten sieht er als „Hobby wie jedes andere“ an. Das Misten, Füttern und Pflegen der Kaninchen nehme jeden Tag circa eine Stunde Zeit in Anspruch, erklärt Lars Braun, bevor sein Kaninchen rasch wieder zurück in den Stall hoppelt.

Im Rahmen der Lokalschau wurden natürlich auch die besten Züchter des Jahres geehrt. Claudia Käfer kann ihren Farbenzwerg Weissgranne Schwarz nun bestes Tier nennen, Martin Braun darf sich als Vereinsmeister bester Züchter nennen.

Zudem wurde Dieter Käfer, der 41 Jahre das Amt des Vorsitzenden bekleidet und es erst in diesem Jahr übergeben hat, zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er sagt, dass es in der heutigen Zeit immer schwerer sei, „Leute zu finden, die solche Aufgaben übernehmen“. Er fühle sich der Aufgabe verpflichtet, nachdem er einmal damit angefangen habe.

Durch den Mitgliederzuwachs in den letzten Jahren sei nun jedoch der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen, sagte Käfer, der auch zukünftig mit „Rat und Tat“ zur Seite stehen will. Abschließend bemerkte er, dass man „sich nicht dafür schämen darf, Kaninchenzüchter zu sein“, sondern dass es wichtig sei, „für die Sache einzustehen und stolz darauf zu sein“.

Im März des nächsten Jahres steht für den Verein mit der Grenzlandschau das nächste wichtige Ereignis im Terminkalender: „Im Gegensatz zur Lokalschau, bei der nur Vereinsmitglieder ausstellen dürfen, sind dort auch Züchter aus Belgien, den Niederlanden oder Luxemburg eingeladen“, schildert Stefan Schlagloth das Konzept dieses Wettbewerbes, bei dem der Eicherscheider Verein mit einer stattlichen Delegation an Züchtern und Zuchttieren vertreten sein dürfte.

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