Simmerath - Raiffeisenbank Simmerath pflanzt 6000 Buchen auf Windwurfflächen

Raiffeisenbank Simmerath pflanzt 6000 Buchen auf Windwurfflächen

Von: P. St.
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Noch ist der „Raiffeisenwald” im Buhlert nahe Michelshof klein und unscheinbar, aber mit den Jahren sollen die Buchen hier wachsen und gedeihen. Das hoffen auch die Initiatoren, Raiffeisenbank-Vorstandsvorsitzender Olaf Jansen und Vorstandsmitglied Dietmar Müller (v. re.) sowie Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Forstbetriebsleiter Dietmar Wunderlich (li.). Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. „Kyrill” und „Cynthia” sind bekannte Namen in der Eifel. Sie sind mit verantwortlich dafür, dass der Wald auch in der Gemeinde Simmerath sein Gesicht veränderte. Vor allem „Kyrill”, ein heftiger Orkansturm, der im Januar 2007 mit Tempo 150 km/h über das Land fegte, knickte die Fichtenbestände reihenweise um.

Inzwischen sind 95 Prozent der Windwurfflächen wieder in Ordnung gebracht. „Kyrill” war waldwirtschaftlich gesehen übrigens nicht unbedingt eine Naturkatastrophe, bot sich doch damit die Gelegenheit, auf den leergefegten Flächen den ohnehin geplanten Waldumbau von Nadel- auf Laubwald zu forcieren.

Dass der 70-prozentige Nadelholzanteil ein wenig reduziert werden konnte, ist auch zu einem gewissen Anteil der Raiffeisenbank Simmerath zu verdanken, die ihre Verwurzelung in der Region mit einer ungewöhnlichen Pflanzaktion dokumentieren wollte. Die Bank pflanzte stellvertretend für jedes ihrer Mitglieder eine junge Rotbuche, und da kürzlich das 6000. Mitglied begrüßt werden konnte, fiel die Pflanzaktion entsprechend umfangreich aus. 1000 Mitglieder sind es in der Gemeinde Hürtgenwald und 5000 in den Eifelkommunen Monschau, Simmerath und Roetgen.

In Simmerath wählte Forstbetriebsleiter Dietmar Wunderlich eine geeignete Fläche im Buhlert in der Nähe des Michelshofes aus. Der Besucher wird nun durch eine Infotafel auf den neu entstandenen „Raiffeisenwald” aufmerksam gemacht, und damit auch auf den Beitrag zum Klimaschutz, denn der ausgewachsene Buchenwald wird einmal tonnenweise Kohlendioxid binden.

In diesem Sinne betrachtet auch Vorstandsvorsitzender Olaf Jansen die Aktion: „Wir leben in stürmischen Zeiten und daher sollten wir uns auf das besinnen, was uns stark macht, nämliche Bodenständigkeit und Nachhaltigkeit.”

Da auch für alle neuen Mitglieder weitere Bäume gepflanzt werden, erhält künftig jedes neue Mitglieder ab sofort einen Schlüsselanhänger in Form einer kleinen Baumscheibe mit eingravierter Mitgliedsnummer.

Bei einem Ortstermin am „Raiffeisenwald” freute sich Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns über das hier „ökologisch gut angelegte Geld” der Bank in Höhe von 7500 Euro.

Die Pflanzaktion selbst wurde von Forstbetriebsmitarbeitern der Gemeinde Simmerath in zweiwöchiger Arbeit vorgenommen gegen eine Vergütung von 1,50 Euro für jedes Mitglied der Raiffeisenbank bzw. jeden gepflanzten Baum.

Forstbetriebsleiter Dietmar Wunderlich sagte zu, dass man die Pflanzfläche nun noch mit einem Zaun gegen Verbiss schützen wolle und dafür sorge, dass die Fläche regelmäßig freigeschnitten werde. Erfahrungsgemäß seien es am Ende rund 150 ausgewachsene Buchen, die forstwirtschaftlich genutzt werden könnten.
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