Aachen - Radweg von Burtscheid bis zur belgischen Grenze

Radweg von Burtscheid bis zur belgischen Grenze

Von: Margot Gasper
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Vom Walheimer Bahnhof führt a
Vom Walheimer Bahnhof führt ab Sommer der Vennbahnradweg bis zur Grenze. Von links Thomas Heinz (Immobilienmanagement), Uwe Müller (Verkehrsmanagement), Thomas Fürpeil (EVS), OB Marcel Philipp und Edmund Feiter Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ab Sommer können Aachener - und Touristen - auf dem Radweg in einem Rutsch bequem von Burtscheid bis zur belgischen Grenze radeln. Der Vennbahnradweg, auf Aachener Gebiet bisher zwölf Kilometer lang, wächst um gut viereinhalb Kilometer. Zwei Lücken können nämlich endlich geschlossen werden.

Oberbürgermeister Marcel Philipp stellte das Projekt am Donnerstag am Walheimer Bahnhof vor. „Das wird ziemlich attraktiv”, stellte er zufrieden fest.

Knapp fünf Kilometer

Nach zweijährigen Verhandlungen hat die Stadt von der Euregio-Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) ein 4,04 Kilometer langes Stück Gelände (57.000 Quadratmeter) zwischen dem Walheimer Bahnhof und der belgischen Grenze gekauft.

Von der Deutschen Bahn AG erwarben die Aachener außerdem 7000 Quadratmeter am Eisenbahnweg zwischen den Aachen-Arkaden und der alten Stranghalle (Ecke Philipsstraße). Auch dieses rund 600 Meter lange Stück wird dringend gebraucht. An der Engstelle müssen die Radler nämlich bisher auf die Fahrbahn, oder sie rollen auf einem schmalen, teils zugewachsenen Gehweg.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Kein Geheimnis sind allerdings die Kosten für den Lückenschluss. Das Projekt ist auf insgesamt rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt. 70 Prozent davon, gut eine Million Euro, kommen als Fördermittel vom Land NRW. „Der Förderbescheid liegt vor”, erklärte Philipp.

Für Aachen ist die Vennbahntrasse vor allem ein wertvolles Angebot in der Naherholung. „Man muss ja nur mal hingucken, was auf dem Radweg los ist”, weiß Phi­lipp. Für die Region habe der Vennbahnweg aber auch große touristische Bedeutung, sagte er.

Die Aachener Trasse ist Teil der „Ravel-Route”. Dieser 130 Kilometer lange Radwanderweg entsteht gerade auf und entlang der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Aachen und Luxemburg. An vielen Teilstücken wird gebaut, im Eifelort Roetgen zum Beispiel kann man aber schon jetzt ein Stückchen der Strecke auf dem Rad erkunden.

Für den zweifachen Lückenschluss in der Stadt haben sich die Aachener ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Am 30. Juni soll alles fertig sein. Die Rodungsarbeiten sind auch schon erledigt. Allerdings haben die massiven Regenfälle die Abfuhrarbeiten etwas verzögert, Die Ausschreibung für die Baumaßnahmen soll Mitte Januar abgeschlossen sein, Anfang Februar könnten dann die Arbeiter anrücken. Die beiden jetzt angekauften Grundstücken liegen übrigens neben den Gleisen, der Radweg verläuft neben den Schienen.

Umweltaspekte geklärt

„Alle Umweltaspekte sind auch geklärt”, versicherte Edmund Feiter, Leiter des städtischen Fachbereichs Immobilienmanagement. So musste zum Beispiel der Wildwechsel jenseits der Monschauer Straße untersucht worden, damit sich Mensch und Tier nicht ins Gehege kommen.

Unter anderem wird das neue Teilstück bis zur Grenze zweimal die Schmithofer Straße kreuzen und einmal unter der Monschauer Straße hindurchgeführt. Ein Tunnel ist bereits vorhanden.

Bei den zweijährigen Verhandlungen sei nicht das Geld das Hauptproblem gewesen, erläuterte EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil. „Aber es gab eine Vielzahl von Belangen zu berücksichtigen, unter anderem das Eisenbahnkreuzungsgesetz.”

Am Walheimer Bahnhof dürfte sich den Radlern künftig ein besonderer Hingucker bieten. Die EVS hat den Eisenbahnfreunden Grenzland zwei Eisenbahnwagen zur Verfügung gestellt, die liebevoll hergerichtet werden. „Das wird eine runde Sache mit eigener Identität”, ist der Oberbürgermeister überzeugt.
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