Kalterherberg - Radweg bei Holzarbeiten stark beschädigt

Radweg bei Holzarbeiten stark beschädigt

Von: fm/ag
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Die Holzeinschläge hatten Folgen: Der Entwässerungsgraben auf der Hangseite existiert zu großen Teilen nicht mehr. In der Rosengasse sind zudem tiefe Fahrspuren entstanden. Foto: F. Mertens

Kalterherberg. Es ist noch nicht lange her, da wurde die Kalterherberger Rosengasse, auf der auch der Rurufer-Radweg verläuft, ertüchtigt. Auch der Abschnitt zwischen Kloster Reichenstein und Dreistegen wurde verbessert, weil beide Streckenabschnitte auch als Zubringer zum Vennbahnradweg dienen.

Nun ist die Rosengasse in den letzten Wochen bei Holzfällarbeiten stark beschädigt worden.

Vor gut zwei Jahren wurde die gesamte Hanglage vom Ortsausgang Kalterherberg bis zur Rur für den Holzeinschlag markiert. Unmittelbar danach wurde auf dem Höhenweg Holz eingeschlagen. Dieser Waldweg am Ortsausgang Kalterherberg, führt rechts in einem Halbkreis durch den Wald und in Höhe vom Haus Prümmer wieder auf den Messeweg zurück.

Links führt der Weg schräg den Hang hinab auf die Rosengasse. Dort wurde in diesem Jahr sehr viel Holz eingeschlagen. Der Rundweg ist jetzt total verschlammt. Zudem sind mit schwerem Gerät bis ins Tal hinunter in regelmäßigen Abständen breite Schneisen bis kurz vor dem Wanderweg von der Norbertuskapelle nach Dreistegen geschlagen worden. Dieser Wanderweg hat aber keine erkennbaren Schäden davongetragen.

In der Rosengasse sieht das ganz anders aus. Wer jetzt von der Norbertuskapelle beginnend in Richtung Kläranlage wandert, findet ein gänzlich anders Bild vor. Die ersten 100 Meter sind noch unverändert. Danach ändert sich das Bild entscheidend. Hier war es offensichtlich nicht möglich, in den Steilhang zwischen der L106 und der Rosengasse ebenfalls die beschriebenen Schneisen zu schlagen, um das Fichtenholz zu rücken. Der gesamte gefällte Hochwaldbestand bis zur Haarnadelkurve der L106 ist auf die Rosengasse gerückt und gelagert worden.

Das hat Folgen. Der Entwässerungsgraben auf der Hangseite existiert zu großen Teilen nicht mehr. In der Rosengasse sind zudem tiefe Fahrspuren entstanden. Das Oberflächenwasser aus der Hanglage sammelt sich in den Spuren und schlägt über weite Strecken über die Rosengasse in die Rur. Nur an einer Stelle funktioniert die Entwässerung noch.

Die Schäden an der Rosengasse ziehen sich bis zum Langenbroich hin. Das letzte Stück vor dem Langenbroich ist allerdings längst nicht so beschädigt wie das oben beschriebene Stück.

Das schwere Arbeitsgerät ist inzwischen aus dem Wald abgezogen worden. Die Rückearbeiten seien wegen der Nässe eingestellt worden, erklärt der Leiter des für diesen Bereich zuständigen Forstamtes Rureifel-Jülicher Börde, Konrad Hecker, auf Anfrage. Bei den Wegen handele es sich um Waldwirtschaftswege, die bei schlechtem Wetter durch die Maschinen und Fahrzeuge eben stärker beansprucht würden. Man versuche aber die Schäden zu minimieren. „Irgendwann müssen wir ja mal an die Bestände ran. Wenn die Maßnahme zu Ende ist, wird aber alles wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Was wir kaputt machen, machen wir auch wieder ganz“, sagt Hecker.

Über den Ausbau informiert

Die Frage, warum es nicht möglich war, die Einschläge und Rückearbeiten in der Rosengasse vorzunehmen, bevor diese ausgebaut wurde, kann Hecker nicht beantworten. Wenn möglich würden die Planungen des Landesbetriebs Wald und Holz mit anderen Behörden abgestimmt. Das dies in diesem Fall offensichtlich nicht erfolgt ist, könne organisatorische Gründe haben. „Manchmal werden wir auch nicht informiert“, sagt Hecker.

Ein Sprecher der Städteregion Aachen, die für den Ausbau des Radweges verantwortlich zeichnete, erklärt auf Anfrage, dass es vor dem Ausbau eine schriftliche Vereinbarung gegeben habe, die auch vom Landesbetrieb Wald und Holz unterzeichnet worden sei. Der Landesbetrieb sei über den Ausbau informiert gewesen.

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