Radsportler klagt: „Viele Radwege für Rennräder nicht befahrbar”

Von: hes
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Tiefe Spurrillen und Scherben machen den Radweg entlang der Umgehungsstraße oberhalb von Monschau zumindest für Rennräder mit hohem Reifendruck unbefahrbar. Foto: Heiner Schepp

Monschau. „Die Eifel ist wunderbar zum Radfahren. Aber was unsere Radwege betrifft, läuft einiges in die falsche Richtung”, sagt Walter Brandenburg, selbst passionierter Radsportler und Betreiber eines Fahrradhandels und -verleihs in Kalterherberg und Schleiden.

Brandenburg war nicht einverstanden mit einem Kommentar in dieser Zeitung, der eine Unsitte mancher, meist männlicher Radfahrer aufgriff, nämlich Radwege zu ignorieren und stattdessen auf der Straße zu fahren.

„Das hat meistens nichts mit männlichen Hormonen oder irgendwelchem Gehabe zu tun, sondern damit, dass viele Radwege eine Katastrophe sind”, klagt der frühere Grünen-Politiker, der sich aus der aktiven Kommunalpolitik aus Zeitmangel zurückgezogen hat.

Walter Brandenburg glaubt, dass es für die Straßenwärter, gleich welcher Zuständigkeit, ein Leichtes wäre, die Radwege einmal im Monat abzukehren und somit von Scherben, Split und Unrat zu befreien. Stattdessen aber passiere das meist nur ein- bis zweimal in der Saison.

„Das ist zu wenig”, sagt der Fahrradhändler und führt als Beispiel den Radweg entlang des Burgrings, also der Umgehungsstraße oberhalb von Monschau heran. Scherben und Unfallspuren, Dreck, Müll und Splitt, meistens von der angrenzenden Straße auf den Radweg „gespült”, machen diese schmale Trasse zumindest für Rennräder unbenutzbar. „Mit einem auf acht Bar aufgepumpten Rennradreifen kommt man hier keine 100 Meter weit - dann hat man platt gefahren”, ist Walter Brandenburg überzeugt.

Dass es auch anders geht, hat sich erst letzte Woche gezeigt. „Der Weg ist wunderbar zu befahren”, lobt Brandenburg die Fortsetzung des Burgrings in Richtung Dreistegen und Perlenau. Und man könne anhand der Radspuren noch genau gesehen, dass hier erst kürzlich gekehrt worden sei.

Die für Walter Brandenburg „schlechte Pflege unserer teuer bezahlten Radwege” sei natürlich kein Monschauer Problem. So sei beispielsweise auch der erst vor rund zwei Jahren gebaute Radweg an der Kreisstraße im Grünental von Hammer nach Dedenborn „für viel Geld gebaut und dann vergessen worden”, überspitzt der Radsportler bewusst. Mit einem Rennrad könne man diesen jedenfalls nicht befahren, ohne Gefahr zu laufen, Materialschaden zu erleiden.

Walter Brandenburg räumt ein, dass die Probleme für Touren- und Mountainbike-Räder nicht so groß sind. „Diese verfügen über robustere Reifen und weniger Druck; da passiert nicht so schnell etwas.”
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