Radkompetenzzentrum soll Kalterherberg neu beleben

Von: P. St.
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Längst etabliert: Kalterherberg ist zum Treffpunkt für Radfahrer geworden.

Kalterherberg. Die Fäden für das Radfahren in der Region sollen in einigen Jahren in Kalterherberg zusammenlaufen. Der Städteregionsausschuss für Tourismus stimmte jetzt mehrheitlich der Initiative zu, ein touristisches Radkompetenzzentrum in Kalterherberg einzurichten.

Doch konnten trotz eines engagierten Vortrages von Ortsvorsteher Norbert Rader noch nicht alle Zweifel am Standort ausgeräumt werden. Nur mit den Stimmen von CDU und Grünen wurde am Ende das „Aktiv-Erlebnis-Zentrum“ der Städteregion in Kalterherberg auf den Weg gebracht.

Doch vor Ort bleibt jetzt genug Zeit, um das Projekt gründlich vorzubereiten. Noch bis 2017 wird die Grundschule als vorgesehenes Domizil für das Kompetenzzentrum ohnehin genutzt, ehe eine Neuordnung der Schullandschaft das Ende der Dorfschule besiegelt. Zeit genug ist somit auch, um auch die Trägerschaft des Aktivzentrum zu erörtern, die auf bürgerschaftliches Engagement aufbauen soll. Bestehende Vereinsstrukturen in Kalterherberg könnten ebenso eingebunden werden wie ein Förderverein.

83.000 Nutzer auf Vennbahnweg

In der zurückliegenden Sitzung des Monschauer Wirtschaftsausschusses, der die Verwaltung beauftragte, den Förderantrag zum Aufbau eines Radkompetenzzentrums zu unterstützen, unterstrich Norbert Rader erneut die Bedeutung eines solchen Zentrums für Kalterherberg, von dem er sich eine weitere Belebung des Ortes verspricht.

Vier überregionale Radwege tangierten Kalterherberg, und auch der Wandertourismus sei auf dem Vormarsch, was der Ortsvorsteher mit eindrucksvollen Zahlen belegte. Der örtliche Fahrradverleih habe in diesem Jahr mehr als 50 Radtransporte organisiert, und das Hotel am Ort berichte von mehr als 700 Übernachtungen von Radtouristen zwischen April und November. Auch die örtlichen Ferienwohnungen seien in der Saison ausgebucht.

Beeindruckend war auch eine Zahl der Tourismusagentur Ostbelgien, die über einen Zeitraum von vier Monaten in diesem Sommer 83.000 Nutzer allein auf dem neuen Vennbahnradweg gezählt habe.

Von einer touristischen Anlaufstelle in Kalterherberg verspreche er sich nachhaltige Impulse für den Einzelhandel wie auch für den Wohnungsmarkt. Die Nachfrage nach Ferienwohnungen sei weiterhin steigend. Von einem Kompetenzzentrum schließlich könne auch die gesamte touristische Infrastruktur der Region profitieren.

Ein wenig enttäuscht zeigte sich Micha Kreitz (CDU) vom Beschluss des Städteregionsausschusses. Zumindest von allen Kalterherberger Vertretern im Ausschuss hätte er sich Unterstützung gewünscht.

Das radtouristische Potenzial der Region mit landschaftlichen Highlights in der Umgebung, wie Hohes Venn, Nationalpark Eifel, die grenzüberschreitende Seenlandschaft oder die Altstadt Monschau, soll in einem Kompetenzzentrum zusammengeführt werden. Ein Informations- und Dienstleistungszentrum für Aktivtouristen soll hier Platz finden, touristische Aufgaben könnten hier koordiniert werden und innovative Konzepte der E-Mobilität angeboten werden.

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