Rad am Ring: Eifeler Triumph in der „grünen Hölle“

Von: ale
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Simmerath/Nürburgring. Zu „Rad and Run am Ring“ fuhr am Wochenende eine starke Truppe Eifeler Sportler. Sowohl die „Laimisch Riders“ als auch das „Team coolart!“ schickten couragierte und konditionsstarke Radsportler zum Nürburgring.

Dieses 24-Stunden-Rennen ist legendär, wer die Herausforderung sucht, der kann sie hier finden und bis an seine Grenzen gehen. Über 10.000 radbegeisterte Sportler wollten dies am Samstag ausprobieren. Die „grüne Hölle“ machte ihrem Namen alle Ehre, denn im Laufe des Abends verschlechterte sich das Wetter dermaßen, dass in der Nacht das Rennen abgebrochen werden musste.

Abbruch um 4.30 Uhr nachts

Doch zunächst fing alles gut an. Pünktlich um 13 Uhr fiel der Startschuss auf der Grand-Prix-Strecke, hoch motiviert traten die Eifeler Jungs in die Pedale. Walter Nießen aus Eicherscheid und Klaus Nießen aus Huppenbroich, die seit Jahren ein gut aufeinander abgestimmtes Mountainbike-Team bilden, wechselten sich alle zwei Stunden ab.

Hatten die Sportler zunächst mit schwülwarmem Spätsommerwetter zu kämpfen, so gingen die Temperaturen ab 17 Uhr stetig bergab, und Regen setzte ein. Dazu kam im Laufe der Nacht Nebel, und es kündigte sich sogar ein Gewitter für die frühen Morgenstunden an. „Die Unfälle häuften sich, die Strecke war glatt und glitschig geworden, alle Krankenwagen waren im Einsatz“, berichtet Klaus Nießen. Gegen 4.30 Uhr wurden die Radrenner von der Strecke gewunken, das Rennen blieb bis 8.30 Uhr unterbrochen. Und es war damit auch für eine Reihe von Teilnehmern zu Ende, die sich nicht wieder aufraffen konnten, sich weiter zu quälen. Da hatten sich aber Klaus und Walter Nießen eine so aussichtsreiche Position erkämpft, dass Aufgeben für sie nicht infrage kam: In der Altersklassenwertung lagen sie an zweiter Stelle, im Gesamtklassement an vierter!

Wenn man auch in der Pause nicht wirklich von Erholung sprechen konnte, so stand für die Beiden doch fest, dass sie mit aller Energie wieder angreifen würden. Ihr Einsatz lohnte sich, am Ende wurden sie Sieger ihrer Altersklasse und Zweite in der Gesamtwertung!

Matthias Kaulard, der als Teamchef die Helden bis zum Schluss begleitete, zollte ihrem Durchhaltevermögen und ihrem Sportsgeist hohen Respekt: „Ein wirklich starker Auftritt! Ich bin froh und stolz, dass die Beiden das Rennen nach je zwei Stürzen heil überstanden haben.“ „Es war schon toll, auf dem Siegerpodest neben den jungen Leuten zu stehen “, bekennt Klaus Nießen, er ist 56, sein Kamerad Walter 55 Jahre alt.

Christina Ortmanns Dritte

Und einen weiteren schönen Erfolg gab es vom „Team coolart!“ zu vermelden: Bei „Run am Ring“ startete Christina Ortmanns, sie lief die 24,4 km der Nordschleife und kam in einem international gut besetzten Feld als dritte Frau ins Ziel, ihre Zeit: 1:54:28.

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