Rott - Quirinus-Oktav: 100 Pilger zum Kreuzberg unterwegs

Quirinus-Oktav: 100 Pilger zum Kreuzberg unterwegs

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KAB-Diözesanpräses Ralf Linnartz (rote Jacke) führte die Pilger zum Kreuz von Rott, wo ein Gottesdienst im Freien stattfand. Foto: G. Sander

Rott. Gleich am Eröffnungstag der Quirinus-Oktav waren sie wieder zur Stelle: Erst die Freunde aus dem niederländischen Walwiller, dann rund 100 Pilger aus der Diözese Aachen, die sich vom Parkplatz Hahner Straße in Mulartshütte auf den Weg durch den Wald zum Kreuz von Rott machten, wo der Diözesanpräses der KAB der Diözese Aachen, Ralf Linnartz, einen Gottesdienst im Freien abhielt.

Zum Motto „Gutes Leben für alle in der Einen Welt“ sagte Linnartz, dass man feststellen müsse, dass nur ein Bruchteil der Menschen weltweit menschenwürdig leben könne. Abermillionen Menschen hingegen fehle es am Notwendigsten: sauberes Trinkwasser, Nahrung, medizinische Versorgung. „Gerechtigkeit schafft Frieden“, so der Untertitel zum Hauptmotto. Ein Prozent der Weltbevölkerung besitze die Hälfte des Weltvermögens. „Die Güter sind nicht gerecht verteilt. Die Schere von Arm und Reich geht weltweit, aber auch bei uns immer weiter auseinander“, machte Linnartz. Das habe katastrophale soziale, aber auch ökologische Folgen, führe zu Gewalt und Krieg. Gutes Leben gebe es für Christen nur als ein gutes Leben für alle Menschen.

Vision und gelassener Dienst

Dabei gehe es nicht darum, dass uns immer mehr Güter zur Verfügung stehen. „Diesen Lebensstil, des Immer-mehr-haben-Wollens, auf alle zu übertragen, wird unsere Erde nicht verkraften“, sagte Linnartz. In seiner Predigt ging er weiter auf die Worte „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“ des verstorbenen Alt-Bundeskanzlers Helmut Schmidt ein. „Dem können wir und wollen wir als KAB nicht folgen“, ließ er wissen. „Wir brauchen Visionen im Sinne von Leitbildern.“ In der Bibel seien Visionen Zeichen für das Wirken des Heiligen Geistes. „Wir wollen an der Vision des guten Lebens für alle Menschen festhalten.“ Wichtig sei es, sich nicht irre machen zu lassen, sondern unermüdlich daran zu arbeiten.

Ein Spruch des Heiligen Ignatius von Loyola möge dabei hilfreich sein: „Handle so, als ob alles von dir abhinge, in dem Wissen, dass in Wirklichkeit alles von Gott abhängt.“ „Unser Einsatz ist nicht vergebens, auch wenn es so scheint“, sagte Linnartz. Wer sich in Gott festmache, der könne sich gelassen engagieren. Gerade, weil die Welt für Christen nicht das Letzte und Höchste sei, könnten sie Dienst an der Welt und für die Menschen leisten: nüchtern, tapfer, unbeirrt und gelassen, schloss der Diözesanpräses seine beeindruckende Predigt und erteilte den Quirinussegen.

Nach dem Schlusslied warteten im Jugendhaus Rott bereits eine deftige Erbsensuppe sowie Kaffee und Kuchen. Am Abend folgte in der Pfarrkirche St. Quirinus der Eröffnungsgottesdienst mit Pfarrer van der Weyer. Am Samstag, 9. September, findet um 18 Uhr an gleicher Stelle der Abschlussgottesdienst als Wort-Gottes-Feier mit den Chören statt.

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