Punktlandung im neuen Wohngebiet

Von: heg
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Roetgen. Der Bebauungsplan Nr. 27 zur Errichtung eines neuen Wohngebiets an der oberen Greppstraße ist auf den Weg gebracht. Der Roetgener Bauausschuss entschied sich mit nur zwei Gegenstimmen für den Aufstellungsbeschluss.

Die Planung und Erschließung des Gebietes, das von Greppstraße, Bundesstraße und Vennbahn-Radweg begrenzt wird, soll durch die Roetgener Bauland GmbH erfolgen. Eine gegenüber den ersten Entwürfen, die auf wenig Gegenliebe gestoßen waren, überarbeitete Fassung legte Uwe Snuis vom Planungsbüro Raum-Plan den Ausschussmitgliedern vor. Der Flächennutzungsplan sieht für den zwei Hektar großen Bereich ein Wohnbaugebiet mit lockerer Siedlungsstruktur vor. Die Planung orientiere sich an den vorhandenen, ortstypischen Heckenstrukturen, erläuterte der Planer.

Vorgesehen ist eine Erschließung von der Greppstraße aus durch eine Stichstraße und drei weitere Stichwege. Eine fußläufige Verbindung soll das Gebiet außerdem an den Radweg anschließen. Auf Grundstücken von durchschnittlich 660 Quadratmetern Größe sollen 24 Einzelhäuser entstehen, dazu ein zur Bundesstraße ausgerichtetes Gebäude, das Raum für Dienstleistungsbetriebe bietet. Ein Spielplatz und ein Regenrückhaltebecken runden das Plangebiet ab. Zur besseren verkehrstechnischen Erschließung ist geplant, die Greppstraße von der Bundesstraße bis zur Einmündung der neuen Erschließungsstraße zu erweitern, so dass dann ein problemloser Begegnungsverkehr möglich ist.

Unter anderem betonte Uwe Snuis die optimale Süd-Ausrichtung der Gebäude, die neben der möglichen Nutzung von Solarenergie auch gut besonnte Gärten ermöglicht. Dirk Meyer vom Bauamt wies darauf hin, dass bei der Gestaltung auch Aspekte aus dem RWTH-Projekt „Regionale Baukultur” eingebunden werden sollen. Zudem sei Klimaschutz ein inzwischen verbindliches städtebauliches Ziel, das stärker als bei den zuletzt erschlossenen Baugebieten in den Fokus gerückt werde.

Grüne gehen auf Distanz

Es gab noch etliche Nachfragen zu Einzelheiten, unter anderem zur Nutzung von Geothermie zur Versorgung aller Häuser, aber grundsätzlich standen alle Fraktionen mit Ausnahme der Grünen dem Projekt positiv gegenüber.

Das Konzept sei zwar gut, befand Claudia Ellenbeck, aber das Grundstück sei ungeeignet und erfülle durch die Nähe zur Bundesstraße und zu möglichem Gewerbe an der nahe gelegenen Faulenbruchstraße nicht die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse. Zudem widerspreche die Planung an dieser Stelle der Forderung nach einer Ortsentwicklung „von innen nach außen”, machte sie klar, dass sich ihre Fraktion die Erweiterung von Baugebieten im Zentrum wünscht.

Der neue Entwurf mit seiner reduzierten Planung gefalle gut, signalisierte Frank Knur für die SPD Zustimmung in der Hoffnung auf einen ungestörten und zügigen Verlauf des weiteren Verfahrens. Von einem guten Konsens, den die CDU mittragen werde, sprach auch Michael Seidel und merkte in Richtung Grüne an, dass man andere Optionen suchen müsse, wenn sich Wünsche nicht realisieren lassen.

Auch UWG-Sprecherin Silvia Bourceau freute sich über positive Veränderung gegenüber den ersten Planungen. Einiges sei zwar noch kritisch zu sehen, aber alles in allem eine gute Sache.

Sehr erfreut zeigte sich Bürgermeister Manfred Eis über das Abstimmungsergebnis. Das sei eine Punktlandung im Sinne des Flächennutzungsplans, betonte er und gratulierte den Ausschussmitgliedern zu ihrem mehrheitlichen Beschluss.
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