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Pumpspeicherkraftwerk: Grüne besorgt über Polemik

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Immer mehr Polemik und Anfeindungen sieht Bettina Herlitzius bei der Diskussion um das Pumpspeicherkraftwerk Rursee.

Nordeifel. In die Debatte um das geplante Pumpspeicherkraftwerk Rursee schaltet sich jetzt auch Bettina Herlitzius, MdB, ein. Die grüne Bundestagabgeordnete aus Herzogenrath widmet sich den „Wutbürgern“ in der Eifel.

Die Grünen im Regionalrat der Bezirksregierung Köln zeigten sich besorgt angesichts des immer heftiger werdenden Drucks, den die Gegner des geplanten Pumpspeicherkraftwerks am Rurstausee auf die Mitglieder des Regionalrates ausübten.

Bettina Herlitzius: „Die unserer Fraktion und mir zugesandten Schreiben lassen inzwischen an Polemik und Anfeindungen nichts mehr zu wünschen übrig“, so die Abgeordnete, die auch gleichzeitig stellvertretende Vorsitzende des Regionalrats Köln ist. Es bleibe zu vermuten, „dass es weiteren Fraktionen im Regionalrat ähnlich ergangen ist“.

Nur so können sich die Grünen erklären, dass eine bis dato zwar durchaus kritische aber ansonsten positive Begleitung dieses zukunftsweisenden Projektes durch den Regionalrat Köln nun von Seiten der FDP und auch Teilen der CDU in eine ablehnende Haltung zu kippen drohe. Noch im Dezember des vergangenen Jahres sei einstimmig der Einleitungsbeschluss des dazugehörigen Verfahrens gefasst worden.

„Natürlich stellt die Realisierung des Pumpspeicherkraftwerkes insbesondere in der Bauphase einen Eingriff in die Landschaft dar, dessen bin ich mir bewusst“, so die grüne Bundestagsabgeordnete Bettina Herlitzius. „Aber man kann nicht das eine wollen und das andere lassen. Um die Energiewende ernsthaft voranzutreiben, brauchen wir Projekte wie das Pumspeicherkraftwerk Rur. Ich hoffe aber, dass durch eine enge und konstruktive Mitwirkung aller Beteiligten die Belastungen der Anwohner auf ein verträgliches Maß reduziert werden können.“

Pumpspeicherkraftwerke stellten eine wichtige Ergänzung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien dar. Sie könnten den Überschuss an Wind- oder Solarstrom speichern und den Strom wieder ins Netz einspeisen, wenn der Wind nicht wehe oder die Sonne nicht scheine.

Bettina Herlitzius: „Pumspeicherkraftwerke sind nach dem heutigen Technikstand die mit Abstand effektivste, nachhaltigste und wirtschaftlichste Form der Energiespeicherung. Mit den Erneuerbaren Energien zusammen können sie Energiesicherheit bieten und den CO2-Ausstoß reduzieren ganz ohne Dampfschwaden, die Ortsteile verschatten. Und dabei hinterlassen sie auch keine zerstörten Landschaften wie der Braunkohlentagebau.“

Parteiübergreifend bestehe Konsens, die Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten weitgehend auf erneuerbare Energien umzustellen, so das Regionalratsmitglied der Grünen abschließend.

„Hier können nun alle zeigen, ob sie es mit dieser Haltung wirklich ernst meinen oder ob sich insbesondere die FDP zukunftsweisenden Technologien weiterhin verschließt und an anderer Stelle jedem neuen Braunkohlenkraftwerks-Projekt unkritisch zustimmt.“

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