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Pumpspeicherkraftwerk: Bauarbeiten werden Eifel-Tourismus stören

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Heimbach. Experten aus Köln haben im Auftrag von Trianel untersucht, wie sich ein Pumpspeicherkraftwerk auf den Tourismus am Rursee auswirken wird. Es handelt sich um eine Voruntersuchung, doch schon diese Einschätzungen sind hoch interessant.

Das Resümee vorweg: Die Region sollte ihre Vorreiterrolle in der Energiewende betonen und sich als innovativ, nachhaltig und modern etablieren, dann werde schon alles nicht so schlimm.

Die Analyse beschreibt Zustände während der fünfjährigen Bauzeit und während des Betriebs des Kraftwerks. Die Schwankungen des Seespiegels werden laut Fachbeitrag später die „einzigen touristisch relevanten Störungen” sein. Während der Bauphase sieht das aber anders aus.

Doch zunächst wird analysiert: Die Rurtalsperre sei vor allem für Wassersportler und Wanderer interessant. Die Region sei wegen des Nationalparks, wegen Vogelsang und dem Feriendorf touristisch im Aufschwung. 44.000 Menschen leben in den Gemeinden unmittelbar an der Talsperre. Kurzurlaube, Wochenendaufenthalte und Tagesausflüge seien für die Region typisch.

Für Heimbachs Ortsteil Hasenfeld, in dem auch das Feriendorf liegt, aber mehr noch für sechs Ortsteile von Simmerath gebe es in der Bauphase „erhebliche Auswirkungen auf den Tourismus”, schreiben die Experten von „Kompass” aus Köln. Konkret sind es die Änderung des Wasserspiegels während der Bauphase, die Baustelleneinrichtungsflächen und der Schwerlastverkehr, die alle zusammen den Tourismus empfindlich stören werden.

Blens, Hausen und Heimbach selbst werden vor allem durch Verkehr betroffen, wie sehr, das hänge davon ab, „ob auch an den Wochenenden, Feiertagen und in der Hochsaison normaler Transport stattfindet”. Düttling, Hergarten und Vlatten können nach Ansicht der Experten insofern betroffen sein, als „Gäste durch die Nähe zu einer Großbaustelle von einem Besuch abgehalten werden”.

2018 würde der Rursee besonders wenig Wasser enthalten. In diesem Jahr wird mit „starken Rückgängen” im Tourismus gerechnet. Es werde Lärm, Staub und starke „optische Beeinträchtigungen” geben. Das werde aber 2019 Vergangenheit sein.

Für rund 20 Millionen Menschen, so die Analyse, sei die Rureifel Einzugsgebiet. Übernachtungsgäste kommen aus einem Umkreis von 200 Kilometern. Die meisten sind: Erholungssuchende und Wanderer. Die zweite Gruppe sind an ökologischen Themen interessierte Menschen, ferner Segler und Angler.

Die Analyse weist auf 1700 registrierte Segelboote hin und auf jährlich 3000 verkaufte Befahrensgenehmigungen. Schon bevor mit den Bauarbeiten begonnen wird, müsse in großem Stil Werbung für die Region gemacht werden. Dann könnten die negativen Folgen abgewendet werden.
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