Pumpspeicherkraftwerk am Rursee: „Interessen sorgfältig abwägen”

Von: P. St.
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Wie wirkt sich der Bau eines P
Wie wirkt sich der Bau eines Pumpspeicherkraftwerkes auf den Rursee aus? Die Leser unserer Zeitung sind sich nicht einig: Das 700-Millionen-Euro-Projekt erfährt Zuspruch, aber auch heftige Kritik. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Nachdem vor 15 Monaten erstmals das Projekt Pumpspeicherkraftwerk öffentlich vorgestellt wurde, gab es bereits mehrere Informationsveranstaltungen.

Auch im Meinungsforum unserer Zeitung ist zu spüren, wie stark dieses Thema die Menschen berührt. Deutlich wird dabei auch, dass es in der Bevölkerung einen hohen Informationsbedarf und zahlreiche offene Fragen gibt.

Daher veranstaltet die Lokalredaktion Nordeifel ein Leserforum mit Experten zum Thema Pumpspeicherkraftwerk Rursee. Dieses Forum findet statt am Samstag, 20. Oktober, von 15 bis 17 Uhr, und zwar direkt auf dem Rursee. Im Rahmen einer Rundfahrt über die Rurtalsperre (Rurberg-Schwammenauel und zurück) mit einem Fahrgastschiff der Rurseeschifffahrt soll der Meinungsaustausch stattfinden. Einstieg ist um 15 Uhr an der Anlegestelle Rurberg/Café Henn, wo das Schiff um 17 Uhr auch wieder eintrifft.

Mit an Bord ist der Wasserverband Eifel/Rur, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Firk, die Trianel GmbH als Investor, vertreten durch Projektleiter Dr. Markus Hakes, die Gemeinde Simmerath, vertreten durch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und die Gemeinschaft der sporttreibenden Vereine am Rursee, vertreten durch Dr. Detlef Müller-Böling. Moderiert wird die Diskussionsrunde von Redakteur Peter Stollenwerk.

Das Raumordnungsverfahren hat begonnen

Im Juli 2011 stellte die Trianel GmbH in Simmerath ihr Projekt Pumpspeicherkraftwerk Rursee vor.

Was ist geplant? Bis 2019 soll am Rursee das viertgrößte Pumpspeicherkraftwerk in Deutschland entstehen. Die Trianel, ein 1999 gegründetes Netzwerk, dem inzwischen 100 kommunale Partner angehören, möchte 700 Millionen Euro investierten.

Wie ist der Sachstand? Die Prüfung der Standorte läuft noch. Simmerath besitzt beste Chancen. Das Raumordnungsverfahren wurde bereits in Gang gesetzt. Die Bezirksregierung Köln beteiligt die Öffentlichkeit bis zum 15. Oktober am Raumordnungsverfahren für die Netzanbindung des Trianel-Wasserspeicherkraftwerks-Rur an das überörtliche Hochspannungsnetz.

Wie funktioniert das Kraftwerk? Die Rurtalsperre als zweitgrößte Talsperre in Deutschland dient als Unterbecken. Nordöstlich von Strauch in Richtung Buhlert soll das Oberbecken entstehen. Aus dem Rursee wird Wasser in das höher gelegene Oberbecken gepumpt. Bei Bedarf wird das Wasser durch einen unterirdischen Stollen abgelassen. Dabei erzeugen Turbinen elektrische Energie.

Wie sind die Eckdaten des Projektes? Das Pumpspeicherkraftwerk Rursee soll über eine Leistung von 640 Megawatt verfügen. Der Wirkungsgrad liegt bei 80 Prozent. Das Oberbecken fasst 7,6 Millionen Kubikmeter Wasser, und umfasst eine Wasserfläche von 50 Hektar (rund 80 Fußballfelder). Die Fallhöhe beträgt 240 Meter, der Durchfluss 340 Kubikmeter/Sekunde.
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