Prügelei: Niederländer stecken Hiebe ein

Von: ess
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Steckenborn. Das Verhältnis von Deutschen und Niederländern ist bisweilen nicht so störungsfrei, wie Politiker das in ihren Sonntagsreden behaupten. Die gängigsten Vorurteile sind, dass Deutsche viel zu pingelig und genau sind und Niederländer nicht Autofahren können.

Teilweise heftig geht es unter den Fans zu, wenn Adler-Träger und Oranjer auf dem Fußballplatz die Klingen kreuzen. Da sollte man sich am besten in sicherer Entfernung aufhalten und in Ruhe abwarten, bis die miteinander fertig sind. Was sich in der Nacht von Freitag auf Samstag in Steckernborn abspielte, passt allerdings in keines dieser Klischees.

Das Ergebnis vorweg: Die Polizei ermittelt gegen mehrere Teilnehmer einer privaten Fete wegen Körperverletzung. Die Umstände, wie es möglicherweise zu diesem Straftatbestand vor einem Haus in dem Eifeldorf gekommen ist, sind nach Darstellung von Polizeisprecher Paul Kemen noch weitgehend ungeklärt.

Begonnen hat nach Polizeiangaben alles einige Zeit vor dem Handgemenge. Zehn Jugendliche aus unserem westlichen Nachbarland nahmen nämlich an einem Dropping teil, wie das in Neudeutsch heißt.

In diesem Orientierungsspiel haben die Teilnehmer eine Aufgabe zu erfüllen. Sie werden irgendwo quasi ausgesetzt und müssen selbstständig und ohne technische Hilfsmittel von Ort A nach Ort B finden. Ziel war Woffelsbach.

Unterwegs, an besagtem Haus in Steckenborn, hielten die jungen Niederländer an und hofften auf Hinweise, wo es denn langgeht. Doch statt irgendwelcher Tipps von den etwa 30 dort feiernden jungen Leuten sollen die Niederländer Hiebe bekommen haben. Außerdem soll es Fußtritte gesetzt haben.

Vier der „Dropper” wurden leicht verletzt, mussten allerdings nicht ärztlich versorgt werden und konnten später ihren Betreuern übergeben werden. Der Orientierungsmarsch war damit vorzeitig beendet.

Die Polizei hat die Personalien der Feiernden aufgenommen und Strafverfahren eingeleitet. Die Eltern des 16-jährigen Gastgebers waren in Urlaub und dürften, so Polizeisprecher Kemen weiter, nicht gewusst haben, dass in ihrem Hause eine größere Festivität angesagt war.
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