Provisorium für die 40 Kinder aus der Kita „Wackelzahn“

Von: Günther Sander
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Platzmangel in der Kita „Wackelzahn“: Im rückwärtigen Teil (siehe kleines Bild) sollen Container bald Abhilfe schaffen. Foto: Günther Sander

Roetgen. Eine provisorische Erweiterung steht dem Familienzentrum „Wackelzahn“ in der Roetgener Hauptstraße ins Haus. Darüber hatte der Bauausschuss der Gemeinde in seiner Sitzung zu befinden. „Die Städteregion möchte kurzfristig ein Provisorium errichten“, gab Bürgermeister Jorma Klauss zu verstehen. Der Zeitraum, in dem die provisorischen Räume dort genutzt werden sollen, könne zwischen zwei bis drei Jahren liegen, so Klauss.

Fakt ist: Der „Wackelzahn“ platzt aus allen Nähten, es wird eng. Darum müsse eine neue vierköpfige Kindertageseinrichtung geschaffen werden. Um das realisieren zu können, befinde sich die Städteregion auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück. Inzwischen sei auf dem „Wackelzahn“-Gelände eine Übergangslösung erforderlich. Zwei Gruppen, mit 40 Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren, gelte es, unterzubringen. Die Inbetriebnahme ist spätestens für das Frühjahr 2017 angesetzt.

Mehrere Varianten für ein Provisorium wurden überprüft, die Entscheidung sei für eine zweigeschossige Lösung in Containerbauweise im Anschluss an den rückwärtigen Teil des Bestandsgebäudes gefallen. Eine unmittelbare bauliche Verbindung zum Bestandsgebäude werde es jedoch nicht geben. Wohl aber eine Brandwand, die im Bedarfsfall ein Übergreifen von Feuer verhindern soll.

Der Haupt-Finanz-Beschwerdeausschuss hat kürzlich die vertragliche Grundlage für eine Erweiterung der Pachtfläche zwischen der Gemeinde Roetgen und der Städteregion beschlossen. Wichtig ist auch die Feststellung der Roetgener Feuerwehr, dass nach Wegfall des Drehleiterstandortes sie auf dem rückwärtigen Parkplatzgelände auch vor dem Gebäude angebracht werden kann. Damit werde ein zweiter Flucht- und Rettungsweg gesichert.

Helmut Mulorz (SPD) sprach die Parkplatzsituation an, er befürchtet „chaotische Verhältnisse“, denn zwei bis drei Jahre seien schon eine lange Zeit. Für Peter Schneider (CDU) ist das kein Problem, denn die durchgezogene Linie auf der Straße und das Halteverbot würden Schlimmes verhindern.

In der Tat, durch die geplante Anbauvariante werden zwangsläufig vorhandene Parkplätze entfallen, steht in der Verwaltungsvorlage. Dies, verbunden damit, dass verstärkt auf der Hauptstraße und der Faulenbruchstraße geparkt werden müsse, werde man für die Dauer des Provisoriums tolerieren begleiten müssen. Das werde seitens der Kindergartenmitarbeiter akzeptiert.

Das Hauptgebäude sei ein Baudenkmal, stehe unter besonderem Schutz. In Abstimmung mit dem Landschaftsverband Rheinland sei Einvernehmen erzielt worden, vor allem vor dem Hintergrund, dass es sich um eine „temporäre Lösung“ handele. Ein vollständiger Rückbau sei später eingeplant. Für die CDU signalisierte Helmut Helzle grünes Licht. Günter Severain (PRB) regte an, man möge prüfen, ob bezüglich des Rückbaus des Provisoriums, ehe alles wieder zur Städteregion gehe, die Container für die Unterbringung weiterer Flüchtlinge Verwendung finden könnten.

Der Bauausschuss fasste den einstimmigen Beschluss, die geplante Maßnahme auf den Weg zu bringen.

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