Nordeifel - Protest erfolgreich: Geplante „Laufmaut“ wird geringer ausfallen

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Protest erfolgreich: Geplante „Laufmaut“ wird geringer ausfallen

Von: ag
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Je mehr Läufer das Ziel erreichen, desto teurer wird der Wettkampf für den veranstaltenden Verein: Die Gebühr wird ab 2016 einheitlich auf 50 Cent pro Läufer, der das Ziel erreicht, festgelegt. Foto: Archiv/A. Gabbert

Nordeifel. Die so genannte Laufmaut wird geringer ausfallen als zunächst geplant. Ab dem Jahr 2016 wollte der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) bei Laufveranstaltungen einen Euro pro Läufer, der das Ziel erreicht, kassieren.

Das hatten viele Leichtathletikvereine aus dem Altkreis Monschau (Bergwacht Rohren, Germania Eicherscheid, Germania Vossenack, Hansa Simmerath, LG Mützenich, Rursee Marathon e.V., SC Komet Steckenborn, TuS Schmidt und TV Roetgen) abgelehnt und einen offenen Protestbrief an den Präsidenten des Leichtathletikverbands Nordrhein (LVN) verfasst.

Die Vereine hatten gedroht, ihre für 2016 geplanten Volksläufe nicht beim LVN anzumelden und nicht an der Terminbörse teilzunehmen. Außerdem wurde mit Austritten der Vereine zum Jahresende gedroht.

Nach den Protesten ist der DLV inzwischen zurückgerudert und hat eine Gebühr von 50 Cent pro Zielläufer beschlossen. Derzeit liegt die Gebühr in den einzelnen Landesverbänden unterschiedlich zwischen 25 und 62 Cent pro Teilnehmer, im LVN werden bislang 30 Cent pro Teilnehmer gezahlt. Zusätzlich wurde eine soziale Komponente eingeführt. Läufe mit karitativem Zweck sind von der Gebühr ausgeschlossen. Im Jugendbereich wird die Gebühr ab der Altersklasse U18 erhoben.

„Wir haben nach vielen Gesprächen auch mit Laufveranstaltern und Läufern entschieden, die Gebühr bundeseinheitlich auf 50 Cent festzusetzen. Ausschlaggebend ist die Zahl der Finisher, nicht mehr wie bisher aller Teilnehmer. Mit der jetzigen Entscheidung haben wir der berechtigten Kritik Rechnung getragen, soziale Bedürfnisse berücksichtigt und insgesamt einen guten Kompromiss gefunden“, erläuterte DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop die Entscheidung.

„Mit dieser Erhöhung können wir leben. Wir haben uns alle entschieden, die Läufe anzumelden“, sagt Wolfgang Poqué aus Mützenich, er hatte bei den Protesten als Sprecher der Vereine fungiert. Allerdings werde man am Ball bleiben und die Sache beobachten, schließlich sei nicht alles im Sinne der Vereine geregelt. Die Vereine aus der Eifel hätten zum Beispiel lieber gesehen, dass größere Veranstalter auch höhere Beiträge zahlen müssen „und nicht alle über einen Kamm geschoren werden“.

Es sei aber ein Kompromiss entstanden, „mit dem man leben kann“, sagt Poqué. Da alle Läufe angemeldet wurden, gehe er davon aus, dass auch die angedrohten Austritte der Vereine aus den Verbänden vom Tisch seien.

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