Proppenvolle Lumpensitzung in Imgenbroich

Von: ale
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Die „Hotsteppers“ sorgten bei der Imgenbroicher Lumpensitzung für eine mitreißende Show und eine ebenso gelungene Choreografie. Foto: Anneliese Lauscher

Imgenbroich. Bei der Lumpensitzung ist vieles anders als bei üblichen Karnevalssitzungen. Die Ömscher Jonge on Mädche legen allergrößten Wert auf fröhliche Stimmung und unbekümmertes Feiern, weniger auf Marschmusik und Garden. So war es auch wieder am Samstagabend, als im proppenvollen Festzelt in Imgenbroicher die Post abging.

Ein neuer Conferencier stellte sich dem Publikum vor: Frank Kochs löste Herbert Huppertz ab, der diese Aufgabe zehn Jahre mit Bravour geleistet hatte und mit viel Beifall verabschiedet wurde. Dann holte Zeremonienmeister Tobias Tambornino eine fesche Gruppe junger Damen auf die Bühne: Das Jugend-Rotkreuz Breinig legte los mit einer Tanzshow, die viel Musikalität, Kondition und Gelenkigkeit erforderte.

„Remix“, eine temperamentvolle Truppe des Imgenbroicher Tanzclubs Dash bot einen wilden, ausdrucksstarken Piratentanz-und dies mit gewohnter Perfektion.

Mit einer originellen Playback-Show überraschte „Kudeh“, da gab’s ein Wiederhören mit Nena, Brings und „Holz“. Das Quartett, bestehend aus Dirk Peters, Maggie Neuss, Monika und Bernd Mommertz, kam nicht ohne Zugabe weg.

Die Bühne, die mittlerweile ihre Haltbarkeit bewiesen hatte, musste noch einiges aushalten, denn der Ruf der außerordentlich stimmungsgeladenen Ömscher Sitzung war nach Aachen gedrungen: Die Rathausgarde „Öcher Duemjroefe“ wollte unbedingt dabei sein und marschierte nun ein. Sie hatte eine Showtanzgruppe mitgebracht und ihr Mariechen Cassie Schmeets. Die legte einen atemberaubenden Tanz hin, akrobatische Einlagen wie Flick-Flack, Bogengang und das freie Rad gelangen ihr scheinbar mühelos. Das Publikum war völlig außer Rand und Band.

Die „Heiligen von Reichenstein“ wurden wie stets mit Spannung erwartet. Die Ömscher erfahren von den Mönchen stets das Neueste aus dem Dorf zu erfahren. Doch die machten jetzt ein Sabbatjahr und wurden sie vertreten von zwei benebelten Sangesbrüdern: Heiner Schepp und Jan Peter Faßbender nahmen den Drogenkonsum an Schulen aufs Korn und sangen „Ich und mein Hanf“.

Ihre Sorge um das Dorfbild und die großen Klötze, die für reiche Leute von weither gebaut werden, packten sie ins Lied „Mi Heijmatdorf“. Auch über das „selbst löschende Martinsfeuer“ hatten sie einen Song gemacht und für die Kinder ein Laternenlied im Hip-Hop-Sound. „Ein wunderbarer Anblick von hier oben“, schwärmte Heiner Schepp, als der ganze Saal zum Lied von der kleinen Kneipe an der Trierer Straße mit schunkelte. Und die „Ömscher Hymne“ erklang aus 300 Kehlen: „Mer sin stolz dorop, die Ösele ze senn“.

Derart angewärmt, empfingen die Jecken die „Stadtmusikanten“ aus Aachen stürmisch und sangen gleich alles mit, was angeboten wurde. Die beliebte Sängergruppe wurde erst entlassen, als sie restlos k.o. war. Dann enterten die „Hotsteppers“ die Bühne und legten einen flotten, flippigen Tanz aufs Parkett.

„Schmitz-Backes“ gelang es erstaunlich schnell, das tobende Publikum aufmerksam zu machen; seine witzige Jongleur- und Zaubershow war mitreißend und begeisterte die Zuschauer restlos.

„Begnadete Körper“ kündigte Frank Kochs an, das Männerballett setzte den Schlusspunkt: In roten Miniröckchen, mit wallender Mähne und geschmeidigen Bewegungen brachten die Herren die Damenwelt zum Kreischen.

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