Roetgen - Projekt „Dreilägerbachtalsperre im Blick” erhält Kreiszuschuss

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Projekt „Dreilägerbachtalsperre im Blick” erhält Kreiszuschuss

Von: heg
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Kernstück des neuen touristischen Konzepts an der Dreilägerbachtalsperre in Roetgen sind die Anlage eines behindertengerechten Parkplatzes an der K 24/L 238 sowie eine ca. drei mal sechs Meter große Aussichtsplattform an einer der schönsten Stellen, wo der Eifelsteig in Höhe der Staumauer auf die K 24 trifft. Ruhebänke und eine Infotafel sollen Wanderer und Radfahrer hier zum Verweilen einladen. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Auf der Sitzung des Roetgener Umweltausschusses konnte Bürgermeister Manfred Eis jetzt die erfreuliche Mitteilung machen, dass für die Maßnahme „Dreilägerbachtalsperre im Blick” ein Kreiszuschuss in Höhe von 10.850 Euro bewilligt wurde. Damit kann nun ein Bündel von Maßnahmen umgesetzt werden, das die touristische Nutzung der Dreilägerbachtalsperre wenigstens ansatzweise ermöglicht.

Dass die Dreilägerbachtalsperre im Gegensatz zu den anderen Talsperren der Region durch einen Zaun hermetisch abgeriegelt ist, ist allen an der Entwicklung des Tourismus Interessierten schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Zahlreiche Vorstöße bei den zuständigen Behörden blieben bisher erfolglos.

Die in den 1980er Jahren von der Bezirksregierung in Kraft gesetzte Schutzzonenverordnung für Trinkwassertalsperren spreche dagegen, hieß es immer wieder. Sogar die an der Talsperre vorbeiführende K 24 zwischen Hahner Straße und L 238 (Roetgen - Rott) wurde für den Kfz-Verkehr gesperrt.

Gesundheitstourismus

Ein neuer Versuch wurde im Herbst vergangenen Jahres unternommen, als es darum ging, ein touristisches Leitbild für die Gemeinde Roetgen zu entwickeln. Die Vorsitzende der Monschauer Land Touristik, Margareta Ritter, stellte dem Roetgener Ausschuss vor, wo Entwicklungspotenzial liegen könnte.

Dazu gehörte neben der Beteiligung an der künftigen Ravel-Fahrradroute und einer Spezialisierung auf Gesundheitstourismus, für den die Beachtung einer größtmöglichen Barrierefreiheit wichtig wäre, einmal mehr der Hinweis auf eine Öffnung der Dreilägerbachtalsperre. Dieses Konzept hatte Margareta Ritter auch im Tourismus- und Kulturausschuss des Kreises vorgestellt.

„Viele dicke Bretter zu bohren”

Im Zusammenwirken von WAG, Staatsforst, Kreis Aachen sowie Natur- und Landschaftsschutzverbänden konnte dann nach vielen Verhandlungen ein Kompromiss gefunden werden, der da heißt. „Dreilägerbachtalsperre in Blick”. „Da waren viele dicke Bretter zu bohren,” so der Bürgermeister.

Zwar bleibt auch weiterhin der direkte Zugang verwehrt, aber entlang der K 24 von der Einmündung in die L 238 bis zum Vorbecken wird es künftig mehrere Sichtschneisen geben. Mit dem Freischneiden des dichten Bewuchses wurde schon im Herbst begonnen, nach Eintreffen des Bewilligungsbescheides kann nun zügig losgelegt werden.

Kernstück des Konzepts sind die Anlage eines behindertengerechten Parkplatzes an der K 24/L 238 sowie eine ca. drei mal sechs Meter große Aussichtsplattform an einer der schönsten Stellen, wo der Eifelsteig in Höhe der Staumauer auf die K 24 trifft. Ruhebänke und eine Infotafel sollen Wanderer und Radfahrer hier zum Verweilen einladen.

Die Infotafel ist eine von insgesamt sieben, die unter anderem am Parkplatz am Filterwerk, am neuen Parkplatz und weiter entlang der K 24 bis hin zum Vorbecken über die unterschiedlichen Aspekte von Wasserschutz und Wassergewinnung informieren sollen. Auch weitere Ruhebänke mit Aussicht werden im Verlauf dieses Wegstücks aufgestellt.

Für diese Maßnahmen fallen Kosten in Höhe von knapp 22.000 Euro an, nicht mitgerechnet den Einsatz der Gemeinde, zum Beispiel durch die Mitarbeiter des Bauhofs, teilte Bürgermeister Eis mit. Die Hälfte davon wird durch den Kreiszuschuss gedeckt.

Einer Anregung von Frank Knur (SPD), für die Anlage eines neuen Parkplatzes den früheren, jetzt nicht mehr zugänglichen Parkplatz am Vorbecken zu nutzen, um behinderten Besuchern den steilen Anstieg von der L 238 bis zur Staumauer zu ersparen, gab der Bürgermeister keine große Chance auf Verwirklichung. Eine Nutzung nur durch berechtigte Fahrzeuge könne kaum kontrolliert werden.
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