Projekt der Städteregion: Hilfe für Rote Sternrenette

Von: ale
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Der junge Baum findet Halt zwischen drei Pfählen: Christian Theißen (links) und Herbert Theißen füllen das Pflanzloch auf. Foto: Anneliese Lauscher

Höfen. Christian Theißens Kinder freuen sich schon darauf, im nächsten oder übernächsten Jahr leuchtend rote Weihnachtsäpfelchen genießen zu können: In seinem Garten in Höfen wurde jetzt ein besonderer Obstbaum gepflanzt – die Rote Sternrenette. Dies ist eine alte und vom Aussterben bedrohte Obstsorte.

Um ihren Erhalt und ihre Verbreitung kümmert sich die Biologische Station der Städteregion Aachen, und zwar im Rahmen eines europaweiten Förderprojektes.

Am Samstag war Herbert Theißen nach Höfen gekommen; er ist bei der Biologischen Station zuständig für den Streuobstwiesenschutz. Zunächst fand unter seiner Leitung eine Schulung im Naturhaus Seebend statt. Es ging um die Pflanzung von Obstbäumen.

Die interessierten Teilnehmer aus Orten der Umgebung erfuhren eine Menge wichtiger Einzelheiten zu den verschiedenen Sorten, zur Pflanzung und zur Pflege. Herbert Theißen ist aber nicht nur ein Mann der Worte, er schritt auch beherzt zur Tat: Im „Hasselborn“ auf dem Grundstück von Christian Theißen hatte er am vorgesehenen Platz im Nu das passende Loch gegraben – nicht ohne vorher Hinweise zum optimalen Standort und den Lichtverhältnissen zu geben.

„In der Eifel ist es etwas schwierig mit den Steinen“, schien er aus Erfahrung zu wissen. Doch diesmal klappte es erstaunlich reibungslos mit dem Pflanzloch, es tauchte fast gar kein Stein auf. Mehrere Obstbaumliebhaber griffen zu Spaten und Schaufeln, zunächst hob man braunen Mutterboden aus. Später kam hellere Erde zum Vorschein. In das etwa einen halben Meter tiefe Loch, das einen Durchmesser von ungefähr 60 Zentimeter hatte, wurden drei große Pfähle getrieben, die dem neuen Baum Halt geben sollen.

Dann wurde das Wühlmauskörbchen (oder besser: Anti-Wühlmauskörbchen) ins Pflanzloch gesetzt. Es besteht aus einem Drahtgeflecht. Während der Arbeit beantwortete Herbert Theißen Fragen zum Pflanz- und zum Pflegeschnitt. Das Wühlmauskörbchen wurde oben zugedrückt, unten blieb es offen, damit sich die Wurzeln des Baumes tief in der Erde verankern können. Beim Verfüllen der Erde achtete man darauf, dass ein Gießrand entstand.

Nun hofft Christian Theißen darauf, dass die Rote Sternrenette gut anwächst. Er hatte sich bei der Biologischen Station beworben und bekam acht Obstbäume der alten Sorten zugesprochen. „Es werden noch Pflaumen-, Kirsch- und Birnenbäume folgen“, freut er sich und hofft auf das Gedeihen seiner Obstwiese.

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