Roetgen - Prinzessinen in Partylaune: Roetgener Weihnachtsmärchen begeistert

Prinzessinen in Partylaune: Roetgener Weihnachtsmärchen begeistert

Von: kf
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In tollen Kostümen und einer wunderschönen Kulisse spielten die 19 Nachwuchsschauspieler der Theaterfreunde Roetgen das Märchen „Die zertanzten Schuhe“. Foto: Katharina Isabel Franke

Roetgen. Seit 1968 wird das Weihnachtsmärchen der Theaterfreunde Roetgen e.V. ohne ein einziges Jahr Pause aufgeführt. In diesem Jahr wurde „Die zertanzten Schuhe“ von Georg Adalbert Magiera gezeigt. Dabei geht es um drei Prinzessinnen, die jede Nacht ihre Schuhe durchtanzen.

Die Wachmänner, die herausfinden sollen, wohin die Prinzessinnen jede Nacht gehen, werden daran gehindert, da ein Schlafpulver sie immer außer Gefecht setzt. Ein Handwerksbursche, der einen Mantel besitzt, der ihn unsichtbar macht, kann den drei Prinzessinnen aber folgen und findet heraus, was sie jede Nacht erleben...

Auch in diesem Jahr spielten in Roetgen wieder Kinder für Kinder. 19 Jungschauspieler zwischen 7 und 14 Jahren waren es, die das Märchen auf der Bühne zum Leben erweckten. Die Märchen werden immer im Originaltext aufgeführt, und am Ende erfolgt ein Abschlusswalzer. Laut Monika Bahr, die bereits seit elf Jahren den Vorsitz des Vereines inne hat, ist es „ganz wichtig“, dass es solche Weihnachtsstücke gibt. „Es ist fast schon eine Tradition: unser Märchen, 2. Advent und der Weihnachtsmarkt.“ Auch in diesem Verein arbeitet jeder ehrenamtlich. „Viele Kinder und tolle Eltern helfen beim Bühnenbau und allem anderen“, so Bahr. Neben den Schauspielern gibt es auch noch drei Bühnenmeister, ein Technikteam, welches von jungen Menschen geleitet wird, Maskenbilder und Kostümdesigner. Rolf Bösche ist einer dieser Bühnenmeister und ist bereits zum zehnten Mal dabei. „Ich hab selbst Theater gespielt, bastele gerne und finde das ganz wichtig für die Kinder. Für zwei Tage so viel Aufwand, der sich aber immer lohnt“, so Bösche.

Der Aufwand ist deutlich zu erkennen. Neben tollen Kostümen und einem bühnenechten Make-up ändert sich nach jeder gespielten Szene das Bühnenbild. In einer kleinen Pause verwandelt sich so ein Marktplatz samt Ständen mit echtem Obst und Gemüse in ein Schloss mit Fenstern, Kronleuchtern und Gemälden.

Direkt nach den Sommerferien beginnen jedes Jahr die Proben für das Weihnachtsstück, das dieses Jahr 160 Zuschauer bereits am Premieren-Samstag sehen wollten. Zum ersten Mal wurden dabei exakt gleich viele Kinder und Erwachsenentickets verkauft. „Wir haben immer ein schön gemischtes Publikum von 5 bis 99Jahre“, so Monika Bahr.

Im „Familienbetrieb Weihnachtsmärchen“, so die Vorsitzende gibt es viele kleine Schauspieler, die bereits seit Jahren dabei sind und nun in die Jugendgruppe des Vereins wechseln werden. Ein echter Bühnenprofi ist der zehnjährige Felix, der bereits zum siebten Mal dabei ist. „Ich habe mich im Schauspielern echt verbessert. Das hilft mir auch in der Schule.“ Jule, 9, die die Rolle einer Prinzessin ergatterte, ist zum dritten Mal dabei. „Ich mag, dass man oben auf der Bühne nicht mehr man selber ist, sondern jemand ganz anderes.“

2015 wird es – natürlich – wieder ein Weihnachtsmärchen geben. Da einige Kinder in die Jugendgruppe wechseln werden, würde der Verein sich über neue Nachwuchs-Schauspieler freuen.

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