Premiere in Imgenbroich: Die erste Packstation der Nordeifel

Von: P. St.
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Dieter Müllenborn, Packstationsbetreuer (re.) und Dieter Pietruck, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Deutschen Post, nahmen die erste DHL-Packstation in der Nordeifel gestern am Real-Markt in Imgenbroich in Betrieb. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. „Das Leben für die Kunden wird ab sofort leichter.” So wirbt die Deutsche Post für ihre Packstationen, die vor sechs Jahren erstmals in Betrieb genommen wurden und sich seitdem nach Auskunft des Paketdienstes der Post, der DHL, „zu einem riesigen Erfolg” entwickelt haben.

Am Dienstag wurde nun ganz offiziell die erste Paketstation in der Nordeifel in Betrieb genommen. Diese befindet sich ungefähr im geografischen Zentrum der Nordeifel, am Real-Markt in Imgenbroich. Die gelbe Fassade der Packstation mit dem grauen Terminal zur Datenerfassung in der Mitte leuchtet bereits von weit her und ist nicht zu übersehen.

Rund um die Uhr hat die Packstation geöffnet. An sieben Tagen in der Woche können hier Pakete verschickt oder abgeholt werden. Die DHL wirbt zudem mit dem Service, dass die Nutzung der Station für alle Kunden kostenlos ist, und man beim Erwerb einer Paketmarke, die der Automat ebenfalls ausdruckt, sogar noch einen Euro spart. So kostet ein bis zu zehn Kilogramm schweres Paket am Paketautomaten 5,90 Mark Euro gegenüber den sonst üblichen 6,90 Euro bei Einlieferung in eine der über 14.000 Postfilialen in Deutschland.

Dieter Müllenborn, Packstationsbetreuer und Dieter Pietruck, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, nahmen die Anlage am Dienstag in Betrieb. Die Handhabung der Packstation wurde möglichst einfach gehalten, allerdings fällt die Bedienung leichter, wenn man mit der Handhabung eines Computers vertraut ist. Wer die Packstation häufiger nutzen möchte, sollte sich unter http://www.packstation.de anmelden. Dann gibt es eine Kundenkarte und den persönlichen Post-PIN.

Wer sich nicht registriert, kann den Automaten aber genau so gut nutzen. Der Kunde wird Schritt für Schritt durch das Bedienungsmenu geführt.

Die durchgehende Nutzbarkeit der Paketstationen und die damit verbundene zeitliche Flexibilität gegenüber den Filialen des Kunden dürfte vor allem für Berufstätige attraktiv sein. Auch für Kunden, die viele Pakete erhalten oder verschicken, bietet sich eine interessante Alternative.

Durch das zusätzliche Angebot, sagt die DHL zu, soll kein Zusteller seinen Arbeitsplatz verlieren. Dieser steht auch weiterhin in der Verantwortung. Wenn er einen Kunden nicht antrifft, muss er entscheiden, ob er das Paket in der Filiale hinterlegt oder in der Packstation. Der registrierte Kunde kann dann an der Stationen jederzeit sein Paket abholen; er erhält umgehend per SMS oder E-Mail eine Nachricht. Sobald die Kundenkarte dann eingeführt wird, öffnet sich automatisch eines der gelben Fächer in unterschiedlichen Größen und das Paket kann entnommen werden.

Auch lässt das neue System zu, sich Sendungen an eine bestimmte Paketstation schicken zu lassen, und für viele Online-Händler und deren Kunden gehört der „Immer-offen-Schalter” bereits zum Alltagsgeschäft.

Aus Sicht der DHL wird schließlich auch noch der Umweltaspekt als Argument für die Packstationen ins Feld geführt. Der CO-2-Ausstoß werde durch viele überflüssige Zustellungskilometer der Boten erheblich gesenkt. Die Post spricht von einer Reduzierung bis zum Jahr 2016 um jährlich 1900 Tonnen.
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