Premiere im voll besetzten Konzener KuK

Von: aj
Letzte Aktualisierung:
9389267.jpg
Die inklusive Theatergruppe Kunterbunt der KoKoBe Eifel begeisterte ihr Publikum mit einer Eifeler Krimikomödie. Foto: Aline Jansen

Konzen. Nach dem großen Erfolg ihres ersten Fantasie-Stücks „Reise in eine geheimnisvolle Welt“ hat die Theatergruppe Kunterbunt der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) Eifel durch die Organisation von Andrea Hein nun ihr zweites Theaterprojekt auf die Beine gestellt.

Finanzielle Hilfe erhält das inklusive Projekt von der „Aktion Mensch“. Im vergangenen Jahr unterstützte auch die Raiffeisenbank Simmerath die Gruppe, und dieses Mal erhielt man eine Spende von Peter Borsdorff von „Running for Kids“. Da die Förderung von „Aktion Mensch“ noch für ein weiteres Jahr läuft, werden die Proben im September wieder aufgenommen werden, so dass man sich Anfang 2016 auf das nächste Abenteuer der Theatergruppe freuen kann.

Seit September 2014 probten elf Schauspieler mit und ohne Handicap einmal in der Woche im Katholischen Pfarrheim in Steckenborn. Diese Zeit brauchte die Gruppe, da sie Geschichte und Charaktere ihres Stücks selbst bestimmte.

Zuerst überlegte man zusammen mit der Aachener Regisseurin und Theaterpädagogin Ingrid Wiederhold sowie ihrem Regieassistenten Ulrich Schmidt, welches Genre es dieses Mal sein sollte und schnell war klar: eine Krimikomödie, die in der Eifel spielt. Anschließend durfte sich jeder eine Figur ausdenken, die er schon immer einmal sein wollte – und da fingen die Schwierigkeiten für Wiederhold und Schmidt an, denn die gewünschten Namen waren in Rechtschreibung und Aussprache „Eifel-Spezial“. Doch als auch dieses Problemchen überwunden war und die Regisseure einen Crash-Kurs in „Eifeler Platt“ erhalten hatten, konnten die Proben starten.

Fünf Monate lang geprobt

Nach fünf Monaten stand nun den beiden Aufführungen im Musik- und Kulturzentrum (MuK) in Konzen nichts mehr im Wege. Die Premiere vor ausverkauftem Haus begeisterte das Publikum genauso sehr wie im letzten Jahr. Durch das reibungslose und engagierte Zusammenspiel aller Akteure sowie den effektiven Einsatz der Requisiten fesselten die Schauspieler ihr Publikum und wurden anschließend für die tolle Leistung mit anhaltendem Applaus belohnt.

„Was ist denn bloß in Widdau los?“ lautete nicht nur der Titel des Stücks, sondern es war auch die Frage, die sich die Zuschauer und die Bewohner des idyllischen Eifeldörfchens stellten, denn dort ging alles drunter und drüber. Eigentlich lebt man in Widdau ganz friedlich zusammen, man kennt und hilft sich gegenseitig.

Am Tag treffen sich die Frauen Brauns Lüüd (Sabrina Berger), Steffens Drückche (Petra Jollet) und Schmitzens Änn (Brigitte Palm) auf dem Friedhof, um die Gräber in Ordnung zu halten und den neusten Klatsch auszutauschen.

Abends kommt man in der Kneipe der „Eifelberühmtheit“ Küppesch Ull (Simon Braun) und seiner Köchin Jenna (Sarah Padiglia) auf ein Bierchen oder einen Sekt zusammen. Alles ist in bester Ordnung. Doch seit kurzem gibt es einen Störenfried im Dorf – die attraktive Angie (Angela Bätz) verdreht den Männern reihenweise den Kopf. Auch Brauns Kalle (Marco Völl), Widdaus Ortsvorsteher, und sein bester Freund Steffens Tom (Yassin Mashi) himmeln die schöne Blondine an – sehr zum Missfallen ihrer Ehefrauen Lüüd und Drückche. Aber eigentlich müssen sich die beiden keine Sorgen machen, denn sie haben ihre Männer fest im Griff.

Außerdem ist da ja auch noch die Dorfpolizei. Kommissarin Jessy (Ingrid Wiederhold) und ihr Detektiv Charly (Rita Förster) sorgen für Sicherheit – sogar nachts, wenn eigentlich schon alle schlafen sollten. Doch plötzlich gibt es während ihrer Nachtpatrouille einen Knall und der Engel Raphaela (Annemie Stollenwerk) ist vom Himmel gefallen, um den Widdauern Gutes zu tun.

Am nächsten Morgen aber ist nichts mehr wie es war. Die ganze Dorfgemeinschaft ist in Aufruhr versetzt, denn Römmsches Klärchen (Angela Bätz) hat Angies Leiche auf dem Friedhof entdeckt. Die Bewohner sind entsetzt – die einen mehr, die anderen weniger.

Viel Arbeit für die Polizei

Für Polizeikommissarin Jessy und Detektiv Charly sind erst einmal alle verdächtig und bis der alarmierte Polizeipräsident die Spurensicherung schickt, bestellen sie die gesammelte Mannschaft zum Verhör zu Küppesch Ull. Wer hat Angie auf dem Gewissen? Die eifersüchtige Lüüd? Oder Drückche, die ganz froh zu sein scheint, dass Angie weg ist? Doch auch Änn benimmt sich irgendwie seltsam und geistert nachts als Thekla im schwarzen Umhang und mit Totenkopf im Arm über den Friedhof.

Und dann sind da ja noch Klärchen und Jenna, die beide in Ull verliebt sind. Der hatte aber wiederum nur Augen für Angie. Ein ganz schön kniffliger Fall, den Jessy und Charlie lösen müssen...

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert