Preisgekrönte Physik-Arbeit: Plancksches Wirkungsquantum überzeugt

Von: pia
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Stolze Gewinner: Bei der Siegerehrung am Mittwoch konnte Daniel Rader seinen Preis in Empfang nehmen. Foto: Patrick Fouad

Monschau. „Ich hätte nicht damit gerechnet“, sagt Daniel Rader freudestrahlend. Er hat den 1. Platz eines Wettbewerbs gewonnen, bei dem junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich entdeckt und gefördert werden. Seine Facharbeit über die Bestimmung des Planckschen Wirkungsquantums mit Hilfe der Gegenfeldmethode im Leistungskurs Physik bescherte ihm den ersehnten Titel der Dr. Hans-Riegel-Fachpreise.

Diese Fachpreise zeichnen besonders gute wissenschaftliche Arbeiten von Schülern der Sekundarstufe II aus. Die jeweils drei besten Arbeiten eines Schulfachs werden ausgewählt und mit 600, 400 bzw. 200 Euro belohnt. Ziel des Preises ist es, junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern und frühzeitig den Kontakt zur Hochschule und zu entsprechenden Fördermöglichkeiten herzustellen. Außerdem soll durch den Wettbewerb der Austausch zwischen den Bildungsträgern Schule und Universität unterstützt und so eine bessere Begabtenförderung erreicht werden.

Auf das Thema seiner Arbeit ist Daniel Rader im Rahmen der im zweiten Halbjahr der Q1 zu verfassenden Facharbeit im Fach Physik aufmerksam geworden. Er hätte es für interessant und sinnvoll gehalten, sich weiter darüber zu informieren und die Größe mit einem Experiment zu bestimmen. Nach einigen Überlegungen hätte er sich für eine Bestimmung mit Hilfe der Gegenfeldmethode entschieden, da bei dieser Versuchsdurchführung auch der in der Physik wichtige Photoeffekt gezeigt und erklärt werden könne.

Unterstützung vom Lehrer

Immer an seiner Seite war sein Lehrer Thomas Waasem, der ihm bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite stand. Er sei ihm besonders bei der Fehleranalyse der Messergebnisse sehr behilflich gewesen, sagt Daniel. Dank der Unterstützung von Thomas Waasem hätte er den Versuchsaufbau verifizieren und als Fehlerquelle den Messverstärker identifizieren können.

„Ich habe die nötige Hilfestellung geleistet, wenn Fragen aufkamen. Das Ladungsgerät ist über 30 Jahre alt und sollte dennoch feinste Ladungen messen. Aufgrund des Alters war dies leider nicht möglich und die Wirkung konnte nicht exakt bestimmt werden“, erzählt der Physiklehrer von der Vorgehensweise.

Zwei Mal hätten sie die Versuche durchgeführt, um zu überprüfen, ob sich an dem Ergebnis noch etwas verändert. Bei einem gesonderten Versuch im Dunkeln hätten sie versucht, die Fehlerquellen zu vermeiden. Trotzdem sind die Werte gleichgeblieben. Deswegen seien beide auch nicht besonders optimistisch gewesen, dass Thomas Experiment den 1. Platz belegen könnte.

Doch zum Glück habe Daniel sich durchgesetzt und seine Facharbeit doch eingesendet, sagt Thomas Waasem heute. Denn obwohl die Bestimmung der exakten Werte fehlgeschlagen sei, konnte Daniel das quantenhafte Verhalten des Lichtes mit seinem Experiment beweisen. Und seine Bemühungen haben sich ausgezahlt: Am Mittwoch fand die Preisverleihung statt, bei der Daniel Rader 600 Euro in Empfang nehmen und sich über reichlich Applaus freuen konnte.

In der Vergangenheit belegten bereits zwei Schüler des St. Michael-Gymnasiums in Monschau aufgrund ihrer überragenden Leistungen den ersten und den zweiten Platz in dem Wettbewerb.

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