Pranger wird am Holzmarkt aufgestellt

Von: V.M.
Letzte Aktualisierung:
Ein kleiner Verein mit vielen
Ein kleiner Verein mit vielen kreativen Ideen bereichert die Altstadt: (von links) Hans-Werner Schmidt, Helmut Etschenberg, Margareta Ritter, Dr. Hajo Peters und Mario Desombre. Foto: V. Monterey

Monschau. „Dem Vorstand bin ich sehr dankbar für die vielen lieben und kreativen Ideen, die auch zur Umsetzung kommen”, resümierte Bürgermeisterin Margareta Ritter im Anschluss des offiziellen Teils der Mitgliederversammlung des Kunst- und Kulturvereines im Haus Troistorff am vergangenen Dienstag.

Thema der Mitgliederversammlung war ein Rückblick auf das Geschäftsjahr 2011, auf vergangene Aktivitäten und auf ein erfolgversprechendes Jahr 2013. Die Kassensituation habe sich „deutlich verbessert”, so Geschäftsführer Mario Desombre, was ohne den langjährigen Förderer, Manfred Jansen, Gebietsdirektor der Sparkasse in Monschau nicht möglich gewesen wäre.

Wies der Kassenstand zu Beginn des Jahres 2011 noch ein Minus von 542,43 Euro auf, beendete der eher kleine Verein mit 38 Mitgliedern das Jahr mit einem Plus von rund 8666 Euro. Davon entfielen 20.052 Euro auf Spenden und Zuwendungen, 6580 Euro auf das Nutzungsentgelt des Trauzimmers, rund 1250 Euro für eine Restrate an den Künstler für die Glasblätter des Hochzeitsbaumes und 4040 Euro für allgemeine Sachauslagen. Die Kassenprüfung ergab „keinerlei Beanstandungen” und wurde einstimmig angenommen.

Hochzeitsbetten testen

Für die Zukunft erhoffe man sich noch eine höhere Auslastung des Trauzimmers, das sich der Hochzeitsbaum füllt, (allein in den letzten Monaten habe man sechs Blätter verkauft) und vielleicht sogar noch eine weitere Vergrößerung auf einen dritten Veranstaltungsort der Hochzeitsmesse, denn der Rückblick auf die diesjährige, von der Mon-Touristik veranstalteten Messe ergab ebenfalls ein sehr positives Bild.

Die zusätzliche Nutzung der Markthalle neben der des Hauses Troistorff sei ein „großer Erfolg” gewesen, so Dr. Hajo Peters, 1. Vorsitzender des Vereins. Man will verstärkt versuchen, dem Zielpublikum ein attraktives Angebot zu bieten, und dazu gehöre ein wechselndes Angebot, unter Umständen auch von Wettbewerbern. Die Messe wird voraussichtlich wieder eine Woche vor Ostern, voraussichtlich am 17. und 18. März stattfinden.

Im Namen der Stadt bedankte sich Ritter bei allen Mitgliedern und Beteiligten für die Erhaltung und damit für die „schöne Repräsentanz” des Hauses. Das „Goldene Buch” der Stadt Monschau solle hier seinen angestammten Platz beibehalten. Sowohl im Interesse der Wirtschaftlichkeit des Hauses Troistorff, als auch der Wirtschaft Monschaus denken die Mitglieder daran, die Zeiten für Trauungen im Hause auszuweiten.

Bisher konnte nur an einem Samstag im Monat in dem schönen Ambiente geheiratet werden, die Nachfrage geht aber dahin, an mehreren Samstagen das Haus zu öffnen, was im Gegenzug eine höhere „Flexibilität einer Behörde” voraussetze, so Ritter. „Man soll den Markt der Möglichkeiten öffnen”, unterstützte Städteregionsrat Helmut Etschenberg die neuen Ideen des Vereins. Dazu gehört eventuell eine Schnupperreise für Verlobte anzubieten zum „Hochzeitsbetten testen” oder für Jene, die sich einst hier das Ja-Wort gegeben haben, einen Hochzeitsball, einen „Ball in Weiß”, im Carat-Hotel zu veranstalten, um noch einmal das Brautkleid tragen zu können, oder einen Wettbewerb der schönsten Hochzeitskutschen zu veranstalten und vieles mehr.

Zu den umgesetzten kreativen Ideen des Kunst- und Kulturvereins, die schon längst in Monschau Geschichte haben, gehört der Monschauer Adventskalender, der auch dieses Jahr wieder am Vorabend des 1. Advents in der Altstadt erstrahlen wird.

Zu der Feierlichkeit wird es aber noch eine Besonderheit geben, die Enthüllung einer Skulptur von Benno Werth, einer Schenkung des bekannten Bildhauers, Malers und Professors der Bildenden Kunst. Bekannt wurde Werth insbesondere 1962 durch die Erfindung des negativ- Form und Gussverfahrens für Metalle, welches komplizierte Hinterschneidungen in einem Guss ohne jede Schweißnaht möglich macht. Die geplante Bank mit einem bronzenen Hochzeitspärchen, die neben dem Hochzeitsbaum vor dem Haus Troistorff seinen Platz finden soll, ist zurückgestellt worden, um die Ausführung noch einmal zu überdenken. Modernes, zeitgemäßes Design soll sich dem Stadtbild anpassen.

Idee von Herbert Isaac

So wurde auch eine Idee von Herbert Isaac von Etschenberg aufgegriffen, die in Kooperation mit der Stadtverwaltung, der Mon-Touristik, und dem Stadtarchiv und abermals in enger Zusammenarbeit mit der Glasfachschule des Staatlichen Berufskollegs Glas-Keramik-Gestaltung des Landes NRW verwirklicht werden soll: ein Pranger.

Die Skulptur soll auf dem Holzmarkt, in der Nähe des einstigen Ortes, wo er einst gestanden hat, aufgestellt werden. „Wir wollen das geschichtsträchtige Projekt wieder aufarbeiten und in Form eines Kunstwerkes präsentieren”, so Etschenberg und bedankte sich bei allen Mitgliedern des Vereins für die „vielen kleinen Akzente mit Qualität versehen”, die so viel bewegen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert