Praktikum im Nationalpark: Bewerben für Wildnis-Semester

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Hier schwingt Praktikantin Julia Pape in die Lüfte. Der Geographie Studentin aus Trier, gab das „Praktikum für die Umwelt” wichtige Impulse zur beruflichen Orientierung. Zu ihren Tätigkeiten gehörte es, integrative Jugendgruppen in der Umweltbildung zu betreuen und zu führen. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel

Nordeifel. Wer ein Freiluftsemester in einem der schönsten Naturlandschaften einlegen möchte, sollte sich bis zum 15. Januar im Nationalpark Eifel bewerben: Das „Praktikum für die Umwelt” bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und wertvolle Erfahrungen für die Berufswahl zu sammeln.

Europarc Deutschland, der Dachverband aller Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke in Deutschland und die Commerzbank ermöglichen auch nächstes Jahr wieder rund 50 Studierenden ein drei- bis sechsmonatiges Praktikum in einer der 25 Nationalen Naturlandschaften. Die Commerzbank sorgt für die Unterkunft und ein Praktikantengehalt. Das jeweilige Schutzgebiet, im Nationalpark Eifel die Nationalparkverwaltung, übernimmt die fachliche Betreuung.

Statt ihre Nase in ein Buch zu stecken, schärften im vergangenen Sommersemester zwei Studierende aus Trier und Köln im Wald-Nationalpark in der Eifel für fünf Monate ihre Sinne in der Natur. Neben dem Kennenlernen der angehenden „Wildnis” in dem Großschutzgebiet betreuten sie eigenständige Projekte:

Der 25-jährige Aachener Stefan Follmer, Student der Deutschen Sporthochschule Köln am Institut für Natursport und Ökologie, widmete sich einem Konzept für das Naturerleben in einer Auenlandschaft. Da gehörte die Abstimmung mit Fachexperten und Projektpartnern ebenso dazu wie das Texten und Gestalten von Info-Schildern und Erlebnisstationen.

Für ein weiteres Projekt der Öffentlichkeitsarbeit und Besucherlenkung entwickelte der Natursportler Informationsschilder, die Wanderern sichtbare Managementmaßnahmen in dem Entwicklungsnationalpark erklären. Für ihn stand nach dem Praktikum fest, dass er auch seine Abschlussarbeit seinem Projektthema im Nationalpark schreiben möchte.

Große Unterstützung erfuhr die Arbeit der Umweltbildung in der Wildniswerkstatt in Düttling durch Julia Pape aus Trier. Die Geografiestudentin betreute eigene Kinder- und Jugendgruppen und führte sie durch die Natur. Daneben entwickelte die 24-Jährige einen Orientierungs- und Übersichtplan für das Gelände der Umweltbildungseinrichtung, der heute in Holz gefräst am Eingang steht. „Für mich war es sehr interessant die Natur und das Thema Wildnis kennenzulernen, vor allem in Kombination mit der Umweltbildung. Ich würde mich freuen, später auch beruflich damit arbeiten zu können”, so die begeisterte Studentin.

Die Einsatzstellen und Aufgabengebiete sind so vielfältig wie die Naturlandschaften selbst. Im Nationalpark Eifel können die Praktikanten in den Fachgebieten Kommunikation und Naturerleben sowie in der Umweltbildung eingesetzt werden. Das von der Unesco ausgezeichnete Projekt hat in den vergangenen 20 Jahren über 1300 Studierenden ein Open-Air-Semester ermöglicht. Für viele Praktikanten war das der Einstieg in ihr späteres Berufsleben.

Mit dem „Praktikum für die Umwelt” dokumentiert die Commerzbank ihr langfristiges Engagement für Bildung und nachhaltige Entwicklung.
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