Pop, Jazz, Folk: Festspiele öffnen sich für lokale Künstler

Von: P. St.
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Ein großes Bühnenspektakel verspricht die Aufführung von Carmina Burana bei der Monschau-Klassik.
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Die 14Musiker von Keuners Tanzkapelle (hier in sparsamer Trio-Besetzung) wollen ebenso wie die in der Eifel lebende Sängerin Pia Friedhill als lokale Künstler die Burg Monschau bei den Festspielen 2015 musikalisch erobern. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt, ist eine alte Redensart, doch für die Zeit der Monschau-Klassik 2015 muss man das geflügelte Wort außer Kraft setzen. Denn bei den 16. Festspielen auf der Burg Monschau (31. Juli bis 9. August) wird die bereits in den letzten Jahren vorgenommene Runderneuerung des Programms weiter verfeinert.

 Stärker als je zuvor haben nun auch die lokalen Künstler ihren Platz auf der Burgbühne. „Die Klassik ist jünger und bunter geworden. Wir haben uns geöffnet, um auch andere Zielgruppen erreichen“, sagten bei der gestrigen Programm-Präsentation in den Räumen der Monschau-Touristik Dorit Schlieper und Helmut Lanio von der veranstaltenden Monschau Festival GmbH. Im Kreise der unverzichtbaren Sponsoren, die von Bürgermeisterin Margareta Ritter freundlich willkommen geheißen wurden, wurden die insgesamt neun Veranstaltungen detailliert vorgestellt.

Auf der Open Air-Bühne, hoch über dem historischen Stadtkern, dürfen sich die Besucher auf große Opern, Rocklegenden, Jazz, Irish Folk und kölsche Tön freuen.

Den musikalischen Reigen eröffnet am 31. Juli Manfred Mann‘s Earth Band, die jede Menge Rock-Klassiker mit nach Monschau bringen wird. Die 1150 Sitzplätze auf der Burg sind bereits seit Wochen ausverkauft. Auf diese Weise kommt die Monschauer Ska- und Reggae-Formationen Keuners Tanzkapelle (KTK) im Vorprogramm nicht nur in den Genuss vor vollbesetzten Reihen zu spielen, sondern die 14-köpfige Gute-Laune-Gruppe bestreitet auch das eigentliche Eröffnungskonzert der 16. Festspiele.

Mit der Oper Aida am folgenden Tag unterstreichen die Veranstalter, dass der Name Monschau-Klassik nach wie vor seine Berechtigung hat. Beim großen Klassiker von Giuseppe Verdi sind nicht weniger als 114 Mitwirkende auf der Burgbühne im Einsatz. Die Fans der 1970er Jahre dürfen am 2. August selbstverständlich nicht das Konzert von Chris Norman und seiner Band verpassen. Der Sänger und Gitarrist der Popband Smokie hat ebenfalls eine Vielzahl von Hits geschrieben, die die Jahrzehnte überdauert haben. Auch vor diesem Konzert wird noch eine Vorgruppe aus der Region auftreten, die noch bekanntgegeben wird.

Ihren festen Platz bei den Festspielen hat auch die Märchenaufführung für Kinder. Die Musikbühne Mannheim kommt mit dem Märchen-Klassiker Rotkäppchen am 4. August in die Eifel.

Wenn am 5. August die irische Gruppe Galleon ihre Aufwartung macht, ist nicht nur handgemachte Folk-Musik von der grünen Insel zu erwarten, sondern es wird auch das berühmte irische Guinness-Bier fließen.

Unter Jazzfreunden einen hervorragenden Ruf hat Sänger Roger Cicero, der mit seiner Band Jazz Experience Jazz-Klassiker und andere Songs in außergewöhnlicher Interpretation darbietet. Termin ist der 6. August. Im Vorprogramm gibt es wieder eine lokale Einstimmung mit der in der Eifel lebenden schwedischen Sängerin Pia Fridhill, die mit ihrem „Elch Pop“ in allen Stilrichtungen unterwegs ist.

Carl Orffs Meisterwerk, die Oper Carmina Burana, ist am 7. August zum zweiten Mal auf der Burgbühne zu sehen.

Auch der große englische Dramatiker William Shakespeare hat jetzt den Weg auf die Burg Monschau gefunden. Die Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ nach der gleichnamigen Komödie bietet ein Bühnenvergnügen der besonderen Art.

Die Burgmauern beben lassen möchte die Kölner Band Kasalla, die ihre unverkennbaren Wurzeln in der kölschen Rockmusik hat.

„Das Programm 2015 zeigt wie dynamisch wir sind“, sagt Helmut Lanio, und die bisherigen Rückmeldungen unterstreichen, dass man mit der Vielfalt des Angebotes nicht nur den eigenen Horizont erweitert, sondern auch das Publikum in seiner Breite erreicht hat.

Schirmherr der 16. Monschau-Klassik ist übrigens Professor Dr. Marcus Baumann. Der Rektor der Fachhochschule Aachen freut sich ebenfalls auf die Festspiele in diesem Sommer „vor einmaliger Kulisse“.

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