Polizeipräsenz still und leise „halbiert“?

Von: Günther Sander
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In der Polizeistelle im Roetgener Rathaus wurde Mitte Dezember 2014 ein Bezirksbeamter „abgezogen“. Foto: Günther Sander

Roetgen. Der SPD-Fraktion im Roetgener Gemeinderat ist aufgefallen, dass der Polizeiposten, im Rathaus untergebracht, seit etwa Mitte Dezember nur noch mit einem Bezirksbeamten besetzt ist. Die Polizeipräsenz vor Ort wurde „stillschweigend halbiert“, meinen die Genossen.

Die Sozialdemokraten haben einen Antrag an Bürgermeister Manfred Eis vorbereitet, darin bitten sie, der Gemeinderat möge sich in seiner Februar-Sitzung mit der Problematik befassen. Mit der bisherigen Besetzung von zwei Polizeibeamten sei die Kriminalitätsbelastung in der Gemeinde spürbar geringer geworden. Die SPD spricht von einer „erfolgreichen Arbeit“, die weiter geführt werden müsse. Die Gemeindeverwaltung möge daher versuchen, so rasch wie möglich den alten „Besetzungs-Zustand“ wieder herzustellen.

Nach Vorstellungen der SPD sollte der Gemeinderat beschließen, Bürgermeister Manfred Eis möge Kontakt mit Polizeipräsident Dirk Weinspach aufnehmen, dieser solle den umgesetzten Entschluss der „Halbierung“ rückgängig machen. Es könne nicht sein, wenn zwei Polizeibeamte in Roetgen ihren Dienst versehen, wie bisher, dass dann in Aachen etwas „zusammenbrechen würde“. Zur nächsten Sitzung sollte man den Polizeipräsidenten einladen, der möge dann den Gemeinderat darüber informieren, warum es in Roetgen zu einer Reduzierung gekommen sei und ob Aussichten bestehen, wieder einen zweiten Polizeibeamten zu bekommen.

Bürgermeister Manfred Eis sagte gegenüber unserer Zeitung auf Anfrage, er habe von dem SPD-Antrag gehört, kenne ihn aber inhaltlich nicht. „Ich habe alle Register gezogen, um einen zweiten Beamten hier zu behalten, aber alles hat leider nicht gefruchtet“, bedauert Eis. 15 Jahre lang habe das mit zwei Polizeibeamten in Roetgen „toll hingehauen“, er wünsche sich auch weiterhin den bisherigen Zustand wieder.

Wie Eis aber sagte, stehe Roetgen nur ein Bezirksbeamter zu. Bis dato hatte man noch einen Betreuungsbeamten dazu. „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich für uns etwas zum Besseren ändern wird. Präsenz vor Ort ist sehr wichtig. Aber es sieht nicht gerade rosig dafür aus“, so Manfred Eis. Er wisse auch nicht, ob der Polizeipräsident nach Roetgen kommen werde, um Stellung zu beziehen.

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