Polizeieinsätze zu „Halloween”: Stabil auf unangenehmem Niveau

Von: red/pol-ac
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Städteregion. Gewalt und reichlich Unfug haben die Halloween-Nacht in der Städteregion geprägt. Die Polizei musste stattliche 225 Mal ausrücken.

Damit sei die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr (222) auf hohem Niveau stabil geblieben, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings sei eine solche Einsatzzahl an solchen „neuralgischen Tagen” ziemlich normal, sagte er weiter. Weitere Notizen der Hexennacht: Sehr viel Unfug, rund 20 Leichtverletzte und ein Schwerverletzter. Zwischen 18 und 3 Uhr morgens wurden die Beamten zu einer Vielzahl von Einsätzen gerufen, bei denen es um Suff, Randale, Massenschlägereien und Sachbeschädigungen ging.

Erst nach 4 Uhr in der Nacht entspannte sich die Situation in der Region spürbar. Im negativen Sinne bemerkenswert bleiben laut Polizei bestimmte Einzelfälle: Da wurden unbeteiligte Menschen geschlagen, getreten, das Eigentum völlig Unschuldiger beschädigt, Häuser und Autos mit Mehl und Eiern beworfen, Verkehrszeichen umgerissen, Blumenkübel zertreten und Knallfrösche gegen Fenster geworfen.

In Aachen musste ein 59-Jähriger Mann nach einer Auseinandersetzung mit Jugendlichen notoperiert werden. 20 bis 30 junge Leute hatten sich vor einer Gaststätte in der Hochstraße postiert und Streit provoziert, indem sie mit Eiern auf das Lokal warfen. Bei der anschließenden Auseinandersetzung mit dem Wirt kam der 59-Jährige diesem zu Hilfe. Die Täter prügelten kurzerhand auf den Helfer ein und flohen. Das Opfer kam mit schweren Gesichtsverletzungen in eine Klinik. Von den Tätern im Alter zwischen 14 und 16 Jahren fehlt bis jetzt noch jede Spur.

In der Aureliusstraße sind in der Halloween-Nacht 15 bis 20 Jugendliche mit Knüppeln und Pfefferspray auf Passanten losgegangen. Die Bilanz: drei Verletzte, die ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Am Brander Markt und in der Pontstraße hatte die Polizei durch ein starkes Aufgebot im Laufe der Nacht größere Schlägereien verhindern können. Zahlreiche Platzverweise wurden verhängt. In der Stromgasse haben Unbekannte 14 Häuser mit Farbe besprüht.

In Richterich haben Jugendliche das Auto eines Gastwirtes schwer beschädigt, indem sie die Glasscheiben zerstörten. Der Wirt hatte die Jugendlichen zuvor aufgefordert, seine Gaststätte zu verlassen, weil er Schluss machen wollte. Offenbar Anlass für die Täter, die Scheiben seines Autos mit Knüppeln einzuschlagen.

Als sich in einer Alsdorfer Gaststätte sechs Gäste prügelten, rief der Wirt die Polizei. Gemeinsam warf man die Kontrahenten raus. Die Beamten blieben allerdings vor Ort, um zu verhinderten erfolgreich, dass sich das Sextett in der Umgebung weiter „austobte”.

Vier Leichtverletzte gab es bei einer Schlägerei im Zaunkönigweg in Würselen. Hier ging eine größere Gruppe aufeinander los, ohne dass hinterher der Grund der Auseinandersetzung herauszufinden war.

In der Eschweiler Schnellengasse, in den Königsbenden und vor einem Schnellrestaurant auf der Aachener Straße mussten die Ordnungshüter einige Schlichtungseinsätze fahren. Hier drohten größere Schlägereien, die durch eine hohe Polizeipräsenz im Keim erstickt werden konnten. Dennoch gab es einen Leichtverletzten bei den Gerangeln.

In Stolberg war neben kleineren Rangeleien vor allem groben Unfug zu beklagen. Auf der Liester bewarfen Jugendliche geparkte Autos mit Mehl und Eiern. Zurück blieb eine feste Pampe auf den Wagen.

Für die Polizei zählt die Halloween-Nacht mit der Nacht zum 1. Mai, Silvester und Karneval zu den einsatzintensivsten Zeiten. Seit Jahren fährt die Behörde personell und konzeptionell stark auf, um den Untrieben der Nacht in der Region zu begegnen. Während die Zahlen nahezu stagnieren, ist die Qualität der Delikte allerdings eine andere als in den Jahren zuvor: Es geht deutlich brutaler zu.
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