Würselen - Polizei zieht um: Von der A4 zur A44 für 1,8 Millionen Euro

Polizei zieht um: Von der A4 zur A44 für 1,8 Millionen Euro

Von: Stefan Schaum
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Noch Teilen sich die Polizeiautos den Parkplatz mit Handwerkerfahrzeugen: Bald wird die Arbeit in dem Neubau an der Autobahnauffahrt Würselen-Broichweiden aufgenommen. Foto: Stefan Schaum

Würselen. Schon bald wird die Ein-Mann-Dienststelle von Polizeihauptkommissar André Zerulla aufgelöst. Denn wenn die Kollegen in der neuen Wache der Autobahnpolizei in Broichweiden mit der Arbeit beginnen, hat der 39-Jährige seinen Job getan.

Er sorgt dieser Tage dafür, dass im Gebäude die richtige Technik installiert wird, die Sicherheit stimmt und auch sonst alles, was die spätere Polizeiarbeit betrifft. Vieles muss er koordinieren und vorbereiten. „Bauleute können zwar sehr gut Büros bauen, aber das hier ist schon etwas anderes.”

Viel Geld für Sicherheit

Im Gegensatz zu einem normalen Bürogebäude - nach dem die Wache von außen betrachtet zunächst mal aussieht - braucht es im Inneren nicht bloß ein paar Schreibtische und Computer. Sicherheitstüren und -fenster sowie etliche Kabel für die Funkanlage sind nötig. Oder Lesegeräte, die den Zutritt zu bestimmten Bereichen ermöglichen. Einiges davon fehlt noch, weshalb die 55 Kollegen, die derzeit in der Eschweiler Wache an der Rue de Wattrelos ihren Dienst tun, die Umzugskartons noch nicht füllen müssen. Statt des ursprünglich anvisierten Termins am 9. August „wird es wohl Mitte des Monats werden”, sagt Zerulla.

Täglich pendelt er zwischen der Wache an der Eschweilerstraße in Broichweiden und dem Erweiterungsbau hin und her, der derzeit in Frechen an der A4 entsteht. Auch dorthin werden knapp 50 Beschäftigte wechseln, wenn die Zeit der Wache in Eschweiler endet.

Etwa 220000 Euro investiert das Land in den Neubau der Würselener Wache an der A44. Geld, das allein den „polizeispezifischen Anteil” im Gebäude finanziert, wie Zerulla sagt. Sprich: die Technik, zu der auch eine Anlage für den Digitalfunk gehört. „Alles auf dem neuesten Stand.” Den Rest trägt die Aachener Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebes des Landes NRW, deren Mieter die Polizei wird. Der Vertrag läuft zunächst über 15 Jahre. Die Gesamtbaukosten veranschlagt der BLB auf 1,6 Millionen Euro.

Was die Fläche betrifft, ist die neue Wache kleiner als die jetzige. Nur gut 600 Quadratmeter statt 750. „Dafür bietet sie modernere Ausstattung”, sagt Zerulla, der weiß, dass der durch Änderungen in der Verwaltungsstruktur notwendig gewordene Umzug den Kollegen schmackhaft gemacht werden musste.

„Das ist eine gewachsene Dienststelle, die sich freiwillig wohl nicht wegbewegen würde.” Dennoch sei die Stimmung „sehr gut. Wir haben alles getan, um hier eine richtig gute Dienststelle hinzubekommen.” Neue Möbel wird es zudem geben, denn die aus der alten Wache, die 1992 bezogen wurde, haben nun ausgedient. „Uns war vom ersten Planungstag an wichtig, dass sich die Kollegen hier wohlfühlen.”

Auf die neue Wache wird nur ein kleines Schild am Gebäude hinweisen. Denn mit vielen Besuchern rechnen die Beamten nicht. Ihr Revier ist die nahe Autobahn. Und von den Stellplätzen vor dem Gebäude bis zur Auffahrt Broichweiden sind es gerade mal 300 Meter.
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