Nordeifel - Polizei: Neonazis bei der Abifeier in Kalterherberg

Polizei: Neonazis bei der Abifeier in Kalterherberg

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Nordeifel. Nicht mit Ruhm bekleckert hatte sich die Polizei nach uns zugänglichen Informationen am vergangenen Samstagabend in Eicherscheid, wo die Bischöfliche Mädchenrealschule St. Ursula aus Monschau ihre Abschlussfete feierte.

Kurzzeitig wurde diese fröhliche Feier von einigen Mitgliedern der rechtsextremistischen Kameradschaft Aachener Land (KAL) aufgemischt.

Die Darstellung des Sachverhalts hat die Beamten im Aachener Präsidium mächtig gewurmt. Polizeisprecher Paul Kemen hat deshalb alle verfügbaren Unterlagen gesichtet und gibt zu den Vorgängen am vergangenen Samstag folgende Erklärung ab:

1. Am 12. Juni hat es in der Vereinshalle Kalterherberg, Kuhlengasse, eine Abifeier des St. Michael- Gymnasiums Monschau gegeben. Die Schule hatte uns das im Vorfeld mitgeteilt. Zwei Beamte des Monschauer Bezirksdienstes hatten daraufhin ein Auge auf die Veranstaltung geworfen und den Verlauf betreut.

Im Zuge dessen wurden sie kurz nach 3 Uhr vom dortigen Sicherheitsdienst angesprochen, dass sich fünf Personen, vier Männer und eine Frau, innerhalb der Vereinshalle aufhalten, die eindeutig der KAL zuzuordnen sind. Da man diese Leute nicht im Hause haben wollte, machte der Veranstalter nach Rücksprache mit den Polizisten vor Ort von seinem Hausrecht Gebrauch.

Die Fünf verließen darauf hin die Räumlichkeiten. Darüber hinaus verlief die Veranstaltung ohne Vorkommnisse, wie es im Polizeijargon heißt.

2. Eine weitere Abschlussfeier fand zeitgleich in Eicherscheid (Tenne) statt, die der Bischöflichen Mädchenrealschule St. Ursula Monschau. Hiervon hatte die Polizei keine Kenntnis.

Im Verlauf war es gegen 23.50 Uhr zu einer Auseinandersetzung unter Teilnehmern gekommen, wobei ein junger Mann offenbar geschlagen wurde. Die Polizei war hinzugerufen worden. Aufgrund der Gesamtumstände sollte der Verletzte zu einem späteren Zeitpunkt eine Online-Anzeige über das Internet wegen der Körperverletzung erstatten.

Darüber hinaus verlief die Veranstaltung dann ohne weitere Vorkommnisse. Hierbei muss festgehalten werden, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Streithähnen der Abifeier Kuhlengasse und der Veranstaltung in Eicherscheid gibt, also keine „rechte Verbindung”.

3. Am frühen Sonntagmorgen, um 1.30 Uhr, hatten wir dann einen Einsatz in der Bachstraße in Eicherscheid. Dort hatte ein Busfahrer die Polizei alarmiert. Mehrere Jugendliche hatten im Bus randaliert.

Sie waren zum Teil stark betrunken. Auch hier gab es keinen Bezug zur rechten Szene.

4. Ein weiterer Einsatz dann um 3.30 Uhr in der Ortslage Eicherscheid. Dort hatten wahrscheinlich angetrunkene Übermütige mehrere Baustellenschilder umgeworfen.

Polizeisprecher Paul Kemen: „Wie man sieht, hatten die Kollegen in der Eifel reichlich zu tun.”
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