Politisches Ehrenamt im Stillen oder in vorderster Linie

Von: hes
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15 ehemalige Ratsmitglieder und Ortsvorsteher würdigte die Stadt Monschau am Montagabend in einer Feierstunde für ihre politische Arbeit. Dieter Franken, Heinz Stollenwerk, Dr. Hajo Peters und Hans-Peter Dörr konnten die Ehrung nicht persönlich entgegennehmen. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Es waren mehr als 200 Jahre politisches Ehrenamt, die sich in der guten Stube des Monschauer Rathauses zusammenfanden, um eine „Ratssitzung” der etwas anderen Art abzuhalten: 15 ehemalige Ratsmitglieder, Ortsvorsteher und stellvertretende Bürgermeister wurden in feierlichem Rahmen von der Stadt verabschiedet.

Im Anschluss wurden die sieben künftigen Ortsvorsteher in ihrem Amt vereidigt. „Sie alle haben sich um das wohl der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Monschau und für die Entwicklung unserer Heimatstadt verdient gemacht”, begrüßte Bürgermeisterin Magga Ritter die Anwesenden.

Ihr Gruß galt auch „Alt-Bürgermeister Theo Steinröx”, obwohl diese Bezeichnung auch einige Wochen nach der offiziellen Verabschiedung des ehemaligen Verwaltungschefs für manchen noch ungewohnt daherkam. Seine Nachfolgerin dankte den Verantwortungsträgern „für ihre geleistete Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit”, auch wenn „das politische Ehrenamt in der Bevölkerung leider nicht die gleiche Wertschätzung findet wie andere Ehrenämter”, so Ritter.

In kurzen persönlichen Worten würdigte die Bürgermeisterin dann die politische Arbeit der 15 ausgeschiedenen Ratsvertreterinnen und Ratsvertreter.

Heike Bäumler (Monschau), Herbert Huppertz (Konzen) und Bernd Neuß (Heidbüchel/Imgenbroich, alle CDU) gehörten in der verstrichenen Legislaturperiode dem Stadtrat an und wurden von Ritter ebenso als „engagierte Vertreter ihrer Stadtteile” gewürdigt wie Susanne Evans (Imgenbroich, SPD), die in zwei Wahlperioden auf knapp sechs Jahre Ratstätigkeit kam und besonders für ihr soziales Engagement von der Bürgermeisterin Anerkennung erfuhr.

Auf zehn Jahre Ratszugehörigkeit blicken Roland Thimm (Kalterherberg, Bürgerforum 21) und Martina Rader (Konzen, SPD), die die Interessen Monschaus künftig im Städteregionstag vertreten wird. Drei Legislaturperioden arbeitete Hubert Theißen (Kalterherberg, CDU) in der Monschauer Volksvertretung mit, dies von 1989 bis 1999 und von 2004 bis zur Wahl in diesem Jahr.

Auch nach dem Ende seiner mehr als 18-jährigen Ratstätigkeit Ende 2008 leiste Dr. Hajo Peters (Imgenbroich, CDU) „wertvolle Arbeit für die Stadt im kulturellen Bereich”, freute sich Ritter.

Nach stolzen 28 Jahren Ratsarbeit machte Helmut Fink (Imgenbroich, SPD) Ende 2007 „Platz für Jüngere”, wie er seinerzeit selbst bemerkte. Die Bürgermeisterin bedauerte, „Fink nicht persönlich in der politischen Debatte kennengelernt zu haben, denn nach Aussage aller Zeitzeugen waren Sie zwar ein Kämpfer in der Opposition, dabei aber immer fair und konstruktiv”, sagte Magga Ritter.

Vier Ortsvorsteher galt es am Montagabend auch offiziell in Ehren aus ihren Ämtern zu entlassen. Hans-Peter Dörr (Mützenich, CDU) war von 1999 bis 2009 Ratsmitglied und in dieser Zeit auch Ortsvorsteher von Mützenich. Dörr, habe, sagte Magga Ritter, „als Nachfolger von Richard Schmitz dem Amt seinen eigenen Charakter gegeben”, aber mit gleichem Erfolg und Effektivität für sein Dorf gewirkt. Das gelte auch für Heinz Kerkmann (Höfen, CDU), der nur einen Monat nach seinem Eintritt in den Rat (1989) Nachfolger des verstorbenen Walter Jakobs als Ortsvorsteher wurde und nahezu 19 Jahre lang maßgeblich zu Höfens Entwicklung und Erfolgen im Dorfwettebwerb beitrug.

34 Jahre Mitglied des Rates der Stadt Monschau und zuvor der Gemeinde Imgenbroich sowie 36 Jahre Ortsvorstehertätigkeit in Imgenbroich sind die beeindruckende Bilanz von Heinz Stollenwerk (Imgenbroich, CDU), der eigentlich schon 2004 in den politischen Ruhestand wechseln wollte, dann aber in Nachfolge des verstorbenen Alfons Kriebs doch noch vier Jahre als Ortsvorsteher (2005-2009) dranhängte.

Alexander Lenders (Monschau, CDU) schied mit der jüngsten Kommunalwahl nach 15-jähriger, verdienstvoller Arbeit für die Altstadt als Ortsvorsteher aus dem Amt und gehört nun ebenfalls dem Städteregionstag an. Lenders ist seit 1989 Ratsmitglied, fungierte von 1999 bis 2004 als stellvertretender Bürgermeister und gehört dem Stadtrat auch weiter an.

Heinrich Jansen (Monschau, CDU) war zwar „nur” siebeneinhalb Jahre Altstadt-Ratsvertreter, erwarb sich aber laut Magga Ritter große Verdienste als Stadtdirektor (1995-1999) und ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister (2004-2009). Er sei mit seinem Wissen vor allem über die Altstadt für die Verwaltung enorm wertvoll, freute sich die Bürgermeisterin, dass Heinrich Jansen als sachkundiger Bürger politisch aktiv bleibe.

Dieter Franken (Kalterherberg, CDU) schließlich blickt auf fast 35 Jahre Ratszugehörigkeit und fungierte von 1994 bis 1999 vor Änderung der Gemeindeordnung als erster sowie von 1999 bis 2009 als stellvertretender (ehrenamtlicher) Bürgermeister der Stadt Monschau. Die Arbeit von Dieter Franken werde zu einem späteren Zeitpunkt noch besonders gewürdigt, kündigte Magga Ritter an.
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