Politiker wollen Schwimmbecken für Vereine zugänglich machen

Von: ag
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Roetgen. Die Gemeinde Roetgen will ihr Lehrschwimmbecken auch für die außerschulische Nutzung freigeben. Diesen Beschluss fassten die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschusses der Gemeinde.

Mit Beschluss vom 3. Juli 2012 hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, die Voraussetzungen für eine außerschulische Nutzung durch die Volkshochschule, die Kindergärten und die Ortsvereine zu schaffen. Daraufhin hatte die Verwaltung eine Nutzung durch Dritte hinsichtlich der Hygienevorschriften überprüft.

Das sei grundsätzlich möglich, teilt die Verwaltung mit. Allerdings sei zu beachten, dass so auch ein höherer Aufwand entstehe, der den Nutzern in Rechnung zu stellen sei.

Zu den Betriebskosten kämen höhere Reinigungsgebühren und Kosten für den Bereitschaftsdienst des Hausmeisters, da die Schwimmbadtechnik nur durch geeignetes Fachpersonal zu bedienen sei.

Ein weiteres Problem ergibt sich aus Sicht der Verwaltung, weil die Gemeinde der Volkshochschule die Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung stellen müsse.

Die Erhebung einer Nutzungsgebühr, die laut Verwaltung bei zehn Nutzern 4 Euro pro Person betragen müsse, sei mit Blick auf die Eintrittspreise in anderen öffentlichen Schwimmbädern als unrealistisch zu erachten. Außerdem seien zusätzliche freiwillige Aufwendungen in Form von nicht gedeckten Kosten auf Grund des Haushaltssicherungskonzepts nicht möglich.

Deshalb hatte die Verwaltung vorgeschlagen, von einer Öffnung des Lehrschwimmbeckens für Dritte auch zukünftig abzusehen und an der reinen Nutzung für Grundschulzwecke festzuhalten.

Die Mitglieder des Ausschusses lehnten diesen Vorschlag einstimmig ab. Stattdessen folgten sie lieber dem Beschlussvorschlag, den Wolfgang Schruff für die CDU formuliert hatte. In dem heißt es, man wolle das Schwimmbecken Dritten zur Verfügung stellen, und die Verwaltung solle bis zur nächsten Ratssitzung eine Nutzungsordnung dafür erarbeiten.

Schruff fand es „schade, wenn es nur als Lehrschwimmbecken genutzt wird“. Woanders müsse auch nicht weniger für die Nutzung gezahlt werden. Das Becken solle doch für die VHS und die örtlichen Sportvereine geöffnet werden.

Silvia Bourceau (UWG) sagte, es könne nicht angehen, dass das Schwimmbecken nicht für Dritte geöffnet würde. Ansonsten habe man 1,2 Millionen Euro für eine Nutzung von 15 Stunden in der Woche investiert.

Einfache Nutzungsordnung

Franz-Josef Zwingmann (FDP) sah das ähnlich. Wenn man so viel Geld investiert habe, solle man das Becken auch Anderen öffnen. Klaus Onasch (SPD) sprach von einer falschen Einschätzung der Verwaltung und erinnerte daran, dass einige Betreuer des TV Roetgen schon dabei seien, eine Ausbildung zu absolvieren, um das Schwimmbecken im Rahmen des Freizeitsportes nutzen zu können.

Gerd Pagnia (Grüne) sprach sich ebenfalls für die außerschulische Nutzung aus. Gleichzeitig wünschte er sich eine möglichst einfache Nutzungsordnung.

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