Simmerath/Roetgen - Plüschpatienten in der Eifelklinik versorgt

Plüschpatienten in der Eifelklinik versorgt

Von: Andreas Gabbert
Letzte Aktualisierung:
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In der Ambulanz der Eifelklinik in Simmerath haben die Vorschulkinder aus dem Kindergarten St. Hubertus „Die Blumenwiese“ ihre Kuscheltiere unter Anleitung des leitenden Oberarztes Dr. med. Christian Blau behandelt: So sollen die Kinder spielerisch auf Krankenhaus- und Notfallsituationen vorbereitet werden. Foto: A. Gabbert

Simmerath/Roetgen. Einen Frosch, Einhörner, Teddybären und einige andere Kuscheltiere haben die zwölf Vorschulkinder aus dem Kindergarten St. Hubertus „Die Blumenwiese“ in Roetgen mitgebracht, um die Plüschpatienten in der Ambulanz der Eifelklinik in Simmerath unter Anleitung des leitenden Oberarztes Dr. med. Christian Blau zu behandeln.

„Ich weiß nicht, was mit dem Teddy los ist“, sagt einer der kleinen Jungen und schaut den Arzt mit großen Augen an. Dieser reicht ihm sein Stethoskop und ermuntert ihn, das Herz abzuhören. „Das tut es“, sagt der Junge. Der Teddybär hat Glück gehabt, er braucht nicht ins Krankenhaus und weil er bei der Behandlung so tapfer war, bekommt er auch noch Geschenke – eine Packung Pflaster und einen kleinen Elefanten zum Spielen.

Spielerische Situation

„Wir möchten den Kindern so die Angst vor dem Krankenhaus und dem Kontakt mit Ärzten nehmen. Oft wissen sie in solchen Situationen nicht, was auf sie zukommt. Deshalb sollen sie hier spielerisch darauf vorbereitet werden, um möglichen Traumata vorzubeugen“, erklärt Dr. Blau.

Schon seit vielen Jahren biete der Kindergarten St. Hubertus eine spielerische Einführung in die Erste Hilfe an, erläutert die stellvertretende Leiterin, Heike Mero, die mit einer Kollegin die Kinder begleitet. „Das übernimmt eine ehrenamtliche Helferin des Deutschen Roten Kreuzes und ermöglicht den Kindern auch Einblicke in den Rettungswagen“, sagt sie. Vor Jahren habe man mit den Vorschulkindern schon mal das Simmerather Krankenhaus besucht, im vergangenen Jahr sei man im Stolberger Krankenhaus zu Besuch gewesen, und nun habe man Dr. Blau angesprochen und einen Termin für diese Aktion vereinbart. „Das ist eine schöne Ergänzung zu unserem eigenem Angebot“, sagt Mero.

„Das war gar nicht schlimm“

Derweil wird schon der nächste Teddybär verarztet, weil er die Treppe herunter gefallen ist. Vorsichtig werden seine Beine bewegt, um zu sehen, welches gebrochen ist und wo es genau weh tut. „Was müssen wir noch machen?“, fragt Dr. Blau, und die Antwort lässt nicht auf sich warten: „Wir müssen einen Verband drumlegen!“ Dabei helfen dann die beiden Krankenschwestern Laura Löbb und Dana Faust. „Das können die besser als wir Ärzte“, erklärt der Oberarzt den Kindern.

Seine Kollegin Dr. Gabriele Fichsel-Wigand und die anderen Kinder kümmern sich unterdessen um einen Maulwurf mit Schnupfen. Er wird abgehört und muss dabei ganz tief einatmen. Eines der Stofftiere hat auch eine Wunde, die versorgt werden muss. Grund zur Sorge gibt es aber nicht, die kleinen und großen Ärzte können allen Plüschpatienten helfen. „Das war gar nicht schlimm hier“, sagen die Kinder und verstauen die Patienten wieder in ihren Taschen und Rucksäcken, bevor es wieder zurück nach Roetgen geht.

Kindergärten, die ebenfalls Interesse an einer solchen Veranstaltung haben, können sich unter dem Stichwort „Kindergartenbesuch“ per E-Mail an info@st-brigida.de an die Eifelklinik in Simmerath wenden.

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