Plötzliches Ende für eine Kuh

Von: P. St.
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In hoffnungsloser Lage: Die am Feuerbach liegende Kuh wurde am Ende von ihren Leiden befreit. Foto: P. Stollenwerk

Konzen. Als der Fahrer eines Entsorgungstransporters am Freitagvormittag auf das Gelände der Kläranlage Konzen am Feuerbach fuhr, vernahm er das unaufhörliche Blöken einer Kuh. Als er nachschaute, entdeckte er ein ausgewachsenes Tier, das in der Böschung des vorbeifließenden Feuerbachs zum Teil im Schlamm versunken und in eine ziemlich hoffnungslose Notlage geraten war.

Der Mann alarmierte die Feuerwehr, die angesichts der schwierigen Geländesituation mit dem Löschzug Konzen/Imgenbroich und dem Rüstwagen aus Höfen anrückte.

Offenbar war die Kuh von einer oberhalb des Baches befindlichen Wiese trotz eines vorhandenen Stacheldrahtzaunes zu nahe an die steile Böschung geraten und etwa zehn Meter tief abgestürzt. Kurz vor dem Bachlauf war sie liegen geblieben und hatte sich beim Versuch aufzustehen offenbar immer tiefer in den Morast gearbeitet. Vermutlich war das Tier bereits in der Nacht hier gelandet.

Die mit insgesamt 17 Mann angerückte Feuerwehr unter Einsatzleitung von Mario Förster versuchte die rund 450 Kilogramm schwere Kuh zum Aufstehen zu bewegen, was sich aber als problematisch erwies, da das Tier bereits stark geschwächt war. Nachdem die Bergungsversuche fehlschlugen, informierte die Feuerwehr Tierarzt Dr. Ramisch, der nach Begutachtung der Lage nicht viel Hoffnung sah, hier noch etwas zur Rettung der Kuh ausrichten zu können. Bereits mit zwei Beinen steckte sie komplett im Schlamm. Der Einsatz einer Seilwinde kam nach den Worten des Tierarztes nicht in Betracht.

Wenn das Tier aus eigener Kraft nicht mehr in der Lage sei, sich zu befreien, dann dürfe es laut Tierschutzgesetz nicht mit technischen Hilfsmitteln geborgen werden, da sonst die Gefahr bestehe, dass die Kuh Verletzungen davontrage. Folglich bereitete der Tierarzt der Kuh dann mit dem Bolzenschussgerät ein schnelles und plötzliches Ende. Die Feuerwehr konnte anschließend die Bergung der Kuh in Angriff nehmen und und das Tier per Seilwinde auf das Gelände der Kläranlage ziehen, wo sie dem zuständigen Landwirt übergeben wurde.

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