Nordeifel - Platzsperre: Der FC Roetgen muss nun sechs Spiele lang auf Reisen

Platzsperre: Der FC Roetgen muss nun sechs Spiele lang auf Reisen

Von: kk
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Vor den Augen ihres neuen Trainers Wilfried Schmitz (hinten Mitte, mit grauer Jacke) agierten die Eicherscheider beim Derby in Konzen zwar überlegen, dem Coach jedoch nicht spielerisch genug. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Heute Abend steht für die A-Liga-Kicker des Fußballkreises Aachen der zweite Wochenspieltag auf dem Programm. Dabei wartet die undankbarste Aufgabe auf den TuS Mützenich, bei dem sich Aufstiegsaspirant Eintracht Verlautenheide vorstellt.

Nach zuletzt drei torlosen Niederlagen in Folge atmete man im Venndorf nach dem vergangenen Spieltag kräftig durch, denn durch den 2:0-Erfolg gegen die SG Stolberg konnten die Grün-Weißen die Talfahrt beenden. „Meine Mannschaft hat an der oberen Grenze gespielt und ist dafür belohnt worden“, stimmten für Trainer Wolfgang Zimmer Einsatzbereitschaft und Leidenschaft.

Eine gute Leistung attestierte er seiner Defensive, weniger zufrieden war er mit der Abschlussqualität seiner Angreifer, die mit den sich bietenden Kontermöglichkeiten in der zweiten Halbzeit zu großzügig umgingen.

Wie die meisten Trainer in der A-Liga sieht auch Wolfgang Zimmer Eintracht Verlautenheide am Ende ganz oben in der Tabelle. Er weiß, dass die Eintracht die meisten Tore nach Standardsituationen erzielt. „Ihre Standards sind ganz schwer zu verteidigen“, wird der Coach gegen die kopfballstarken und robusten Eintrachtler einige Sonderaufgaben verteilen.

Sollten die gelöst werden und die TuS-Defensive über sich hinauswachsen, träumt der Trainer insgeheim von einem Punktgewinn und der wäre dann eine riesige Überraschung.

Durch die Sperrung des Sportplatzes wegen der Bauarbeiten an der benachbarten Gemeindehalle, aber auch durch den Spielplan warten auf den FC Roetgen sechs Auswärtsspiele in Folge. Die erste Auswärtsaufgabe haben die Schwarz-Roten am vergangenen Spieltag durch den 3:1-Erfolg beim bisherigen Tabellendritten SC Lichtenbusch prima gelöst.

„In der ersten Halbzeit haben wir die bisher beste Saisonleistung gezeigt“, war FC-Trainer Ralf Said hochzufrieden mit dem Vortrag in Halbzeit eins. Weniger schmeckte ihm dann, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit einen Gang rausnahm und sich damit wieder in die Bredouille brachte. „Da war kein vernünftiger Spielaufbau mehr zu sehen und wir haben die Konter teilweise kläglich abgeschlossen“.

Von der Tabellensituation fällt den Roetgener am heutigen Abend die einfachste Aufgabe zu. Sie haben Termin beim Tabellenletzten FC Stolberg, der nach zwei überraschenden Punkteteilungen gegen die Topfavoriten Eintracht Verlautenheide und Germania Eicherscheid zuletzt drei Niederlagen kassierte.

Ralf Said nimmt die Favoritenrolle zwar an, aber er weiß auch, dass der Hartplatz am Glashütter Weiher seinem Team genauso wenig liegt wie der Gegner, mit dem die Schwarz-Roten in der Vergangenheit oft genug ihre Probleme hatten.

Nach drei Siegen in Folge reisen die Roetgener aber mit breiter Brust in den Stolberger Ortsteil Münsterbusch und wollen die Trainerorder umsetzen. „Wir wollen den vierten Sieg nachlegen“.

TV Konzens Trainer Georg Bauer hat in der Historie geblättert und festgestellt, dass die Derbys zwischen dem TV Konzen und Germania Eicherscheid seit dem Jahr 2008 immer 1:1 enden. „In Konzen spielen wir immer 1:1, in Eicherscheid gewinnen wir immer“.

Mit der Punkteteilung am vergangenen Spieltag konnte der Trainer aber zufrieden sein. „Wir haben gegen eine bärenstarke Mannschaft gespielt“, war er von dem Auftritt des lokalen Konkurrenten angetan. Gegen den Zweiten, Dritten und Sechsten der aktuellen Tabelle haben die Konzener gespielt, am heutigen Abend stellt sich im Sportpark „Am Windrad“ mit dem Tabellenfünften Rhenania Würselen der nächste Verein aus dem oberen Tabellendrittel vor.

Aus den vergangenen Spielzeiten weiß der Konzener Trainer, dass der Traditionsverein vom Lindenplatz über einige sehr gute Einzelspieler verfügt und gegen jede Mannschaft in der Liga bestehen kann. Da dem Konzener Coach aber nach seiner internen Rechnung drei Zähler auf dem Zettel fehlen, fordert er nach vier sieglosen Spieltagen wieder einen Dreier.

Neuer Trainer nicht zufrieden

Zufrieden war, Wilfried Schmitz, der neue Trainer von Germania Eicherscheid, nach dem Remis im Derby gegen den TV Konzen nicht. „Wir hatten zwar mehr Möglichkeiten, um zu gewinnen, aber mit gutem Fußball hatte das wenig zu tun“, vermisste der Coach bei seiner Premiere bei beiden Mannschaften die spielerischen Elemente.

Auch wenn die Eicherscheider mit nur zwei Siegen und drei Punkteteilungen nicht den optimalen Start erwischten, verrät ein Blick auf die Tabelle, dass sich noch nichts Bewegendes an der Spitze getan hat. Heute Abend haben die Blau-Weißen beim SV Union Mariadorf-Hoengen Termin.

Der neue Alsdorfer Fusionsverein überraschte in den beiden ersten Spielen mit Punkteteilungen in Kellersberg und gegen den VfR Forst. Bei Eintracht Verlautenheide kassierte die Union eine erwartete 0:3-Niederlage, überraschte aber eine Woche später mit einem 1:0-Auswärtserfolg bei der SG Stolberg. Am vergangenen Spieltag enttäuschte die Mannschaft durch eine 0:2-Niederlage gegen Aufsteiger Donnerberg.

Nach den bisherigen Ergebnissen wird auf die Germania und ihren neuen Trainer heute Abend eine „Wundertüte“ warten. „Wichtig ist, dass wir versuchen, den Ball laufen zu lassen und drei Punkte holen“, fordert Wilfried Schmitz den ersten Auswärtssieg.

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