Platzprobleme und Aggressionen am ELC

Von: ag
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Imgenbroich. Wenn die Sonne strahlt und in der Eifel die Rasenmäher angeworfen werden, bilden sich vor dem Entsorgungs- und Logistik Center (ELC) im Gewerbegebiet in Imgenbroich lange Autoschlangen, die dann oftmals auch die Grundstücksein und -ausfahrten der angrenzenden Betriebe blockieren.

„Wenn ich von einer Baustelle komme, um Material zu holen, dann komme ich nicht auf mein Grundstück und nachher nicht mehr runter“, sagt Udo Thoma, dessen Betrieb sich direkt gegenüber dem ELC auf der anderen Straßenseite befindet.

Donnerstags und samstags sei die Situation oft besonders problematisch, für ihn sei aber auch der Samstag ein ganz normaler Arbeitstag. Spreche man die Personen an, die die Einfahrten zuparken, werde mit wenig Verständnis reagiert. „Mir wurden sogar schon Prügel angedroht“, sagt Thoma. Er fordert deshalb schon lange ein Halt- und Parkverbot entlang der Straße oder zumindest mehr Kontrollen, zum Beispiel während der bekannten Stoßzeiten durch eine Politesse. Die Stadt Monschau habe er mehrfach auf die Schwierigkeiten hingewiesen, erklärt Thoma.

„Aufgrund der starken Inanspruchnahme des Wertstoffhofes im Gewerbegebiet, insbesondere zu den Jahreszeiten der Grünabfallanlieferungen, ist es leider zeitweise zu Behinderungen im Zufahrtsweg der Anlage gekommen“, heißt es in einem Antwortschreiben der Stadt Monschau. Aus diesem Grund seien bei der AWA Entsorgung GmbH als Betreiber dieser Anlage die Ausdehnung der Öffnungszeiten beantragt worden. Dies werde seit dem 2. Juni 2016 auch umgesetzt. „Es wird davon ausgegangen, dass sich die Zahl der Anlieferer auf die erweiterten Öffnungszeiten verteilt und dies zu einer Verbesserung der Verkehrssituation führt“, heißt es weiter. In nächster Zeit sei auch der Endausbau des Wegenetzes im Gewerbegebiet vorgesehen. Das werde ebenfalls zur Verbesserung der Situation beitragen. Außerdem sei vorgesehen, sporadisch eine Politesse einzusetzen, die die Anlieferer anhalten solle, die Ein- und Ausfahrten der Betriebe nicht zu blockieren.

Für Jan-Peter Fassbender, dessen Schreinerei sich etwas oberhalb des ELC befindet, sind der normale Verkehr und die Stoßzeiten am ELC weniger das Problem. Allerdings nutzt er auch noch nicht die Parkplätze vor seinem Betrieb.

„Das Schlimmste ist das Unverständnis der Leute“, sagt Fassbender. In seinem Fall sei das größte Problem, dass beim Umsetzen der Container auf dem ELC-Gelände immer wieder Container genau vor seiner Halle abgestellt würden. „Manchmal steht hier stundenlang ein ungesicherter Anhänger rum“, sagt er. Verschärft werde die Situation, durch die LKW, die im Gewerbegebiet nach Parkmöglichkeiten suchen. „Das ist hier nicht dafür gemacht. Das ist zu viel“, sagt Fassbender. Seiner Meinung nach müsse jetzt eine Regelung gefunden werden, sonst komme es nach dem Endausbau der Straße zu noch größeren Problemen.

Auch Manfred Schütt hat sich schon bei der Stadtverwaltung beschwert. „Samstags ist hier immer was los. Wenn man die Leute auf ihr Verhalten hinweist, werden sie auch noch frech. Das ist unverschämt“, sagt Schütt. Er habe auch schon versucht, den Bereich seines Unternehmens mit Kegeln abzusperren. Genutzt habe das nichts. Schütt beklagt vor allem ein rücksichtsloses Parken von Lkw und Pkw im Gewerbegebiet: „Da schert sich keiner drum, aber wir sind die Leidtragenden. Da sollte sich die Stadt mal drum kümmern.“

Wenn Auflieger der Lkw auf dem Mehrzweckstreifen am Straßenrand abgestellt würden, sei die Kritik berechtigt, sagt Bürgermeisterin Margareta Ritter. Die Firmen würden bei solchen Vorfällen angeschrieben. Das führe auch dazu, dass Autos, die zum ELC wollen, nicht auf dem Mehrzweckstreifen warten könnten. „Wir haben das im Blick“, sagt die Bürgermeisterin.

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