Kornelimünster/Roetgen - Piusbrüder als Bedrohung der religiösen Freiheit

Piusbrüder als Bedrohung der religiösen Freiheit

Von: ai
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reichensteinbild
Bisher nur vorübergehend vor Ort: Die Mönche der Piusbruderschaft waren im Herbst 2008 in größerer Zahl in Reichenstein anwesend, um die Kapelle zu weihen.

Kornelimünster/Roetgen. Nicht weniger als eine Bedrohung der Freiheit, die das 2. Vatikanische Konzil gebracht hat, sieht Michael Reimann in der Priesterbruderschaft St. Pius X. Reimann ist Gemeindereferent in Kornelimünster und Roetgen und somit nah dran am Kloster Reichenstein bei Kalterherberg.

Das ehemalige Prämonstratenserkloster wurde 2008 von dem der Piusbruderschaft verbundenen französische Kloster Notre-Dame de Bellaigue übernommen und sorgt seitdem für Unbehagen in der Eifel.

Das war wohl auch der Grund, warum sich am Montag etwa 50 Zuhörer im Pfarrheim Kornelimünster drängten, um am ersten Teil einer Veranstaltung über die Piusbrüder teilzunehmen. Im Vortrag von Pfarrer Herbert Arens vom Bistum Aachen ging es um die Errungenschaften des 2. Vatikanischen Konzils (1962-1965), die es gegen die Piusbrüder zu verteidigen gelte.

Vorkonziliare Starrheit

Arens, der während des Konzils Theologiestudent in Rom war, gelang es, die Zuhörer mit auf eine Zeitreise zu nehmen und die Starrheit der vorkonziliaren Zeit zu verdeutlichen. „Als Beispiel wird oft die in Latein abgehaltene tridentinischen Messe genannt. Aber auch in anderen Bereichen, wie beispielsweise der Rolle von Frauen oder der Haltung zu anderen Religionen, war die Kirche in alten Vorstellungen verhaftet.”

Dies habe das Konzil grundlegend verändert. „Das Credo, Gemeinschaft im Glauben, wurde in vielen Bereichen umgesetzt. So wurde die Rolle der Laien gestärkt und aus dem unnahbaren Pfarrer wurde im besten Fall ein einfühlsamer Seelsorger, der das Gespräch mit seiner Gemeinde sucht.”

Allerdings, so Arens, sei der Aufbruch, für den das Konzil die Initialzündung bildete, bis heute ein „unvollendeter”. Es komme auch heute noch darauf an, die Freiheiten, die besonders für junge Gläubige selbstverständlich seien, zu verteidigen. „Ich glaube, dass Kirche sich immer in Spannungsfeldern, beispielsweise zwischen den Polen konservativ und progressiv, bewegt.” Womit die Veranstaltung wieder bei den Piusbrüdern angelangt war.
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