Pilger legen zum 200-jährigen Bestehen große Strecke zurück

Von: M. S.
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Mit priesterlichem Segen von Präses Pfarrer Michael Stoffels (hinter Reihe, links) und unter Leitung ihres Präfekten Christian Haas (links) brachen die Simmerather Kevelaer-Bruderschaftler am Dienstag zu ihrer Pilgerreise im Jubiläumsjahr auf. Leni Braun (vordere Reihe, zweite von links) war schon 1954 zur Premieren-Wallfahrt auf dem Weg zur Gottesmutter. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. Menschen brauchen Lebensziele. Und dazu gehört auch, unterwegs zu sein und ab und an auszubrechen. Nach einem Bitt- und Dankgottesdienst in Simmeraths Pfarrkirche Sankt Johannes und priesterlichem Segen machten sich daher am Dienstagmorgen zwölf Männer und Frauen aus der Gemeinde Simmerath und dem Monschauer Stadtgebiet auf den Fußmarsch nach Kevelaer.

Ihre Wallfahrt zur heiligen Maria vom Niederrhein war Bestandteil eines inhaltsreich konzipierten Programms, das anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Nordeifeler Kevelaer-Prozession von Simmeraths Bruderschaft in diesen Wochen umgesetzt wird.

Unter der Leitung ihres Präfekten Christian Haas und von ermunternden Worten ihres Präses, Simmeraths GdG-Pfarrer Michael Stoffels begleitet, baten die Pilger um Gottes Schutz auf ihrem in derzeitiger Sommerhitze oft mühsamen Bußgang über insgesamt 150 Kilometer Distanz. Insgesamt waren fünf Tagesetappen zu bewältigen. Zielorte waren Eschweiler, Doveren, Waldniel, Walbeck und das Ziel aller Mühsal, Kevelaer. In Doveren wurde in Simmerather Eigenregie eine heilige Messe zu Ehren der „Trösterin der Betrübten“ gelesen.

Der festlichen Eucharistiefeier in der Basilika des Zielortes am Samstag, 10. August folgt abends eine Premiere für die Wallfahrer aus dem Monschauer Land: die Teilnahme an der Lichterprozession , die die Gläubigen stets anrührt. „Dies ist unsere sechste Fußwallfahrt seit 1954“, erklärt Präfekt Haas, ehe er sich Richtung Nordwest verabschiedete, „ab 2003 haben wir den Zweijahresturnus eingeführt.“

„Urgestein“ war mit dabei

Eigentlich hatte sich das „Prozessions-Urgestein“ Leni Braun bereits in den Ruhestand verabschiedet. Doch zur Freude ihre Pilgerfreunde kann Leni „es nicht lassen“. Seit 1954, der Premiere dieses christlichen Nordeifeler Brauchtums, ist die 79-Jährige regelmäßig und auch jetzt wieder mit von der Partie. Unterwegs sein hält demnach offensichtlich fit und sorgt für gesellige Stunden.

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