Pflege und Aufwertung öffentlicher Kinderspielplätze: Sponsoren helfen aus

Von: Heiner Schepp
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Nach Ansicht der Eltern fehlt am Spielplatz Brenneck mehr als nur ein Namensschild.
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Ausgespielt: Das große Holzklettergerät auf dem Spielplatz an der Pfarrer-Scheidt-Straße in Mützenich musste im Frühjahr kurzfristig aus Sicherheitsgründen durch den Bauhof gesperrt werden. Foto: H. Schepp

Monschau. Ein „durchgehend positives Erscheinungsbild“ bescheinigte in seiner jüngsten Sitzung der Monschauer Sozialausschuss den insgesamt 20 städtischen Kindergärten in sechs Stadtteilen; nur Rohren hat keinen städtischen Spielplatz. Vorausgegangen war diesem Gesamturteil die jährliche Bereisung der Anlagen durch eine eigens dafür gebildete Kommission.

Die Kommission hatte bei ihrer Rundreise lediglich kleinere Mängel notiert, mit deren Behebung der städtische Bauhof teilweise bereits begonnen hat. Da gilt es Sand aufzulockern oder zu erneuern, Schrauben nachzuziehen, Geräten oder Holzteilen einen neuen Anstrich zu verpassen oder auch Sprossen, Pufferreifen, Treppenstufen oder Hölzer zu erneuern.

Insgesamt 6500 Euro stehen dafür in diesem Jahr zur Verfügung, Neuanschaffungen in einem Gesamtkostenrahmen bis zu 8000 Euro sind im städtischen Haushalt erst wieder 2014 vorgesehen. Da ein solches Budget bei 20 Kinderspielplätzen keine großen Sprünge zulässt, läuft auch bei den Freizeitanlagen für Familien und die jüngsten Bürger der Stadt immer mehr über Privatinitiativen und Sponsoring.

Auch Schüler halfen

So konnte für den Spielplatz Theißbaumweg in Kalterherberg aus Spendengeldern der Karnevalsfreunde eine zweisitzige Schaukel neu angeschafft werden, sorgte in Alzen eine Elterninitiative für eine komplette Platzneugestaltung und erneuerte der Bauhof auf dem Spielplatz Triftstraße in Höfen das Spielhäuschen mit Unterstützung von Schülern. Firmensponsoring ermöglichte auch das Aufstellen von zwei Fußballtörchen auf der Anlage Görgesstraße in Kalterherberg oder eines Hangel-Gerüsts am Heidgen in Höfen. Gar einen fünfstelligen Betrag trug Imgenbroichs Ortsvorsteher Bernd Neuß für die Rundumerneuerung der großzügigen Anlage Auf der Rahm zusammen.

„Nur so geht es“, sagte Benno Palm im Monschauer Sozialausschuss mit Blick auf die marode Stadtkasse und dankte ausdrücklich Eltern, Vereinen und Sponsoren, die für die öffentliche Hand in die Bresche springen. Wohl nur über eine solche Initiative wird es auch möglich sein, das große Holzklettergerät auf dem Spielplatz an der Pfarrer-Scheidt-Straße in Mützenich zu ersetzen. Im Frühjahr musste das Gerät kurzfristig aus Sicherheitsgründen durch den Bauhof gesperrt werden.

„Schrottreif“

Es sei, so Ausschussmitglied Franz Müller, seinerzeit bereits gebraucht für den Spielplatz im kinderreichen Wohngebiet angeschafft worden und habe dann imerhin nochmal zehn Jahre gehaten. „Jetzt aber ist es schrottreif“, so der CDU-Abgeordnete, der aber schon seine Fühler nach Sponsoren und tatkräftigen Eltern ausgestreckt hat.

Udo Prick von der Verwaltung bat vor einer Anschaffung um Rücksprache mit der Verwaltung, da die Geräte auf öffentlichen Spielplätzen bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen müssten.

Mehrgenerationenplätze

Von „sehr bescheidenen Mitteln für unsere Kinder“ sprach angesichts eines Budgets von 6500 Euro Roland Krökel (SPD), der allerdings den traditionellen Spielplatz auch von der demografischen Entwicklung betroffen sieht. „Vielleicht“, so der Sozialdemokrat aus Mützenich, gelte es in Zukunft eher Mehrgenerationenplätze anzulegen, die für die Freizeit junger und alter Menschen gleichermaßen geeignet seien.

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