Monschau - Pfarrer Edgar Ewald: Lehrer und Seelsorger mit ganzem Herzen

Pfarrer Edgar Ewald: Lehrer und Seelsorger mit ganzem Herzen

Von: dm
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Monschau. „Zeuge Christi und ein Diener für das Volk.” - So hatte Edgar Ewald sich selbst stets als Priester gesehen. In der Nacht zu Karfreitag ist der geistliche Oberstudienrat im Alter von nahezu 95 Jahren verstorben.

Am Tag zuvor hatte er noch gemeinsam mit Pater Johannes Lorse im Seniorenzentrum Maria-Hilf-Stift die Liturgie zum Gründonnerstag (samt Fußwaschung) gefeiert.

Als „gütigen Verkünder der frohen Botschaft”, hatte Monschaus Dechant Caspar Seeger (im Dezember 2006 verstorben) seinen Mitbruder Edgar Ewald gewürdigt, als er im Jahr 2004 sein 65-jähriges Priesterjubiläum feierte.

Edgar Ewald, Priester und Lehrer war ein hoch geschätzter Mann, der vor allem auch bei vielen „Ehemaligen” des St. Michael-Gymnasiums in Monschau große Sympathien genoss. „Viele Leute suchen das Gespräch mit dem tüchtigen Lehrer und gebildeten Humanisten”, hatte Caspar Seeger vor einigen Jahren einmal Edgar Ewald seinen „großen Respekt” gezollt.

Für Seeger war Ewald ein „gütiger Verkünder der frohen Botschaft, der mit seinen „erhellenden Predigten” vielen Menschen eine christliche Orientierung gegeben habe. In einer Grußbotschaft zum 65-jährigen Priesterjubiläum hatte Bischof Heinrich Mussinghoff betont, Edgar Ewald habe die „Kirche mitgetragen und mitgestaltet”.

Geboren wurde Edgar Ewald am 17. November 1914 in Düsseldorf-Oberkassel. Nach dem Abitur im März 1933 am Kaiser-Karls-Gymnasium in Aachen und nach einer Arbeitsdienstzeit in Niederschlesien studierte er ab November 1933 in Bonn, Tübingen und Aachen Theologie. In Hohen Dom zu Aachen wurde er dann am 30. Juli durch den damaligen Bischof Sträter zum Priester geweiht.

Der Neupriester leistete zunächst Aushilfen in Hohenbudenberg und wurde dann zum Kaplan an der Pfarre Herz-Jesus in Dülken ernannt. Nach seiner Militärzeit als Sanitäter von 1942 bis zum Ende des Krieges im Mai 1945 und nach kurzer amerikanischer Gefangenschaft und Seelsorghilfen in Tirol kehrte Edgar Ewald im September 1945 nach Dülken zurück.

Bald wurde ihm am dortigen Pro-Gymnasium der Religionsunterricht übertragen. Auf Wunsch des Bischofs begann Edgar Ewald gleichzeitig das Studium für die Lehrfächer Religion, Philosophie und Latein. Nach seinen Examina kam er dann 1949 als Studienassessor an das St. Michael-Gymnasium nach Monschau. Zunächst wohnte er im Maria-Hilf-Hospital, ab 1953 in Mützenich und ab 1974 wieder in Monschau.

Pastor Caspar Seeger schrieb zum goldenen Priesterjubiläum am 30. Juli 1989 über Edgar Ewald: „Bis zu seiner Pensionierung 1978 war Edgar Ewald mit ganzem Herzen Lehrer und Seelsorger zugleich. Er hat fast drei Jahrzehnte vielen jungen Menschen aus dem Monschauer Land solides Wissen und Bildung vermittelt für eine berufliche Qualifikation und ihnen zugleich eine christliche Orientierung für ihr Leben gegeben.”

Zuverlässig und loyal

Mit großer Zuverlässigkeit und Loyalität hatte Rektor Ewald, wie ihn viele freundschaftlich nannten, Jahre lang in der pfarrlichen Seelsorge mitgearbeitet, besonders in Monschau und in Mützenich. In den letzten Jahren wohnte und lebte er als Hausgeistlicher im Monschauer Altenheim Maria-Hilf-Stift. Dort ist er in der Nacht zum Karfreitag verstorben.

Die Totenvesper beginnt am Freitag, 17. April, um 19 Uhr in der Pfarrkirche Mützenich, das Requiem am Samstag, 18. April, um 10 Uhr ebenfalls in St. Bartholomäus. Anschließend wird Pfarrer Edgar Ewald auf dem Friedhof in Mützenich beigesetzt.
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