Pfarre Konzen erstmals ohne eigenen Pastor

Von: dm
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Wollen künftig gut, harmonisch und respektvoll zusammenarbeiten: Dr. Francis Chirayath (li.), der bisherige Pfarrer von Konzen, und Karl-Heinz Stoffels, der neue Pfarrer von Konzen. Beim Abschieds- und Einführungsfest scherzten beide miteinander. Foto: dm

Konzen. Adieu Pfarrer Francis Chirayath, adieu Pfarrer Karl-Heinz Stoffels! Dieses (lateinisch-französische) Grußwort rief Pfarrer Philipp Cuck beiden Priestern in der gut gefüllten Pfarrkirche in Konzen zu: Francis Chirayath zum Abschied und Karl-Heinz Stoffels zum Willkommen als neuer Pfarrer von Konzen.

Adieu bedeutet, so Philipp Cuck, neben dem „Lebewohl” auch „Gott befohlen”, anders gesagt: Geh auf Gott hin. Und damit meinte Philipp Cuck die neue Aufgabe von Karl-Heinz Stoffels, als Pfarrer von Konzen die Gemeinde zu Gott zu führen. Der Pfarrgemeinde und den Menschen ein „guter Begleiter in die Zukunft zu sein”, das ist der Wunsch von Karl Heinz Stoffels an seine neue Gemeinde.

Die Abendmesse in Konzen um 18 Uhr geht wohl als historisches Ereignis in die Jahrhunderte alte Geschichte der Pfarre Konzen ein: Mit Pfarrer Dr. Francis Chirayath, der 22 Jahre lang Seelsorger in Konzen war, geht der letzte Pfarrer, der für die Pfarre Konzen allein zuständig war, in den Ruhestand, und mit Karl-Heinz-Stoffels kommt der erste Seelsorger, den die Pfarre Konzen sich mit anderen Pfarren „teilen” muss.

Für den verhinderten Regionaldekan Erik Pühringer verlas Schleidens Pfarrer Philipp Cuck zunächst die Entlass-Urkunde des Bischofs für Francis Chirayath und dann die Ernennungs-Urkunde für Karl-Heinz Stoffels. Ein weiteres Ereignis in diesem Gottesdienst: Gemeindereferentin Gisela Ortmann wurde ebenfalls als zuständig für Konzen in ihr Amt eingeführt.

Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff listete in seinem Brief an die Pfarrgemeinde die Stationen im Leben und Wirken von Francis Chirayath auf, er würdigte das Engagement von Pastor Chirayath, der als indischer Priester „in Konzen eine neue Heimat” gefunden habe, dessen „priesterliches Herz stets” den Menschen zugewandt sei, der seine „Kraft aus dem Evangelium” geschöpft habe. Bischof Mussinghof stellte das besondere Engagement von Pfarrer Francis Chirayath für die indischen Missionsprojekte der Pfarre Konzen heraus.

Über diese Anerkennung habe er sich besonders gefreut, sagte später Pfarrer Chirayath, dessen Anliegen wiederholt in den Ansprachen bekräftigt wurde: die Pfarre möge auch künftig die indischen Projekte, das Krankenhaus St. James und das Waisenhaus Bhala Baven unterstützen.

Sein Leben und seine Arbeit sei ein „Zeugnis der Liebe Gottes”, dies wünschte der Bischof dem neuen Pfarrer von Konzen, Karl-Heinz Stoffels, der offiziell seit dem 1. Juli dieses Amt und diese Aufgabe bekleidet.

Dass so viele Gläubige, vor allem auch an den anderen Gemeinden, zum Gottesdienst nach Konzen gekommen waren, darüber freute sich Pfarrer Stoffels besonders, sei es doch „wichtig, gemeinsam auf dem Weg in die Zukunft” zu sein. Es tue schon weh, wenn Pfarrgemeinden sich einen Pastor teilen müssten, äußerte Karl-Heinz Stoffels Verständnis für das „schmerzliche Ende eines langen Weges”.

Immerhin hatte Konzen seit etwa 1160 stets einen eigenen Pfarrer. Doch nun sei an diesem Ende ein neuer Anfang notwendig, ein neuer Anfang mit den anderen Gemeinden. Dabei verwies Pfarrer Stoffels symbolhaft auf das „Omega et Alpha” über dem großen Tor zur Kathedrale von Santiago de Compostela. Dort bedeute auch das Ende des langen und mühsamen Pilgerweges ein neuer Anfang im Leben der Pilger.

Pfarrer Stoffels ist in seinem Urlaub vor wenigen Wochen von Lourdes aus mit dem Fahrrad zum Grab des heiligen Apostels Jakob gepilgert.

Günter Braun, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates wünschte in seinem Dankeswort Pfarrer Chirayath für die Zukunft „Gesundheit und Zufriedenheit”, damit er als „Subsidiar noch lange priesterlichen Dienst tun könne. Dass seine Arbeit in Konzen ihm „überwiegend positive Zeiten bescheren” möge, dies wünschte Günter Braun dem neuen Pfarrer von Konzen, Karl-Heinz Stoffels.

Nach dem Gottesdienst, der vom Kirchenchor und vom Musikverein mitgestaltet wurde, war der „Pankratiusraum” unter der Kirche der Treffpunkt für die Begegnung mit dem scheidenden und mit dem neuen Pfarrer.

Grußworte richtete Bürgermeister Theo Steinröx an Pastor Chirayath und an Pfarrer Stoffels, ebenso Peter Jung für das Ortskartell. Er wünschte Pfarrer Stoffels, stets die „richtigen Wege zu finden” in seiner Arbeit für die Pfarrgemeinde, aber auch für das Dorf- und Vereinsleben.
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