Rurberg - Perfekter Sommerabend am Rurseeufer

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Perfekter Sommerabend am Rurseeufer

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Der absolute Höhepunkt des Rurseefestes ist das Feuerwerk: Vom Paulushofdamm aus wurde der Rursee für 13 Minuten in ein buntes Flammenmeer verwandelt. Foto: P. Stollenwerk
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Alles unter Kontrolle: Pyrotechnikerin Sigrid Schmiedeknecht verkabelt das Feuerwerk. Foto: P. Stollenwerk
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Ein Stimmungsgarant bei „Rursee in Flammen“ ist bereits seit vielen Jahren die Coverband „For Excample“, die die Festwiese am Badesee in Rurberg rockte. Foto: P. Stollenwerk
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Auch der Nachwuchs des THW packte mit an, als es hieß die Seewasserfontänen auf dem Paulushofdamm in Position zu bringen. Foto: P. Stollenwerk
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Bei Großveranstaltungen inzwischen ein gewohntes Bild: Auch beim Rurseefest zeigte die Polizei hohe Präsenz. Foto: P. Stollenwerk

Rurberg. Zwei Goldspinnen und zum krönenden Abschluss ein bunter Wasserfall, der sich in den Rursee ergoss, bildeten die Höhepunkte des Höhenfeuerwerks bei der 52. Auflage von „Rursee in Flammen“. Das größte Volksfest der Nordeifel erwies sich auch diesmal als unwiderstehlicher Besuchermagnet.

Es lockte am Samstagabend rund 40.000 Besucher auf das weitläufige Festgelände am Rurberger Seeufer.

Perfekte äußere Bedingungen sorgten für einen perfekten Sommerabend am Rursee, und schon früh machten es sich tausende Menschen am Rurseeufer auf Decken und mit Kühlboxen gemütlich, um einfach die Atmosphäre zu genießen, die nach Einbruch der Dunkelheit dank der beleuchteten Segelboote und der Seewasserfontänen der Feuerwehr eine romantische und fast mediterrane Note erhielt. Gegen Abend verstärkte sich der Besucherstrom noch einmal merklich, und auf der Seeuferstraße, wo über 100 Marktstände für Zeitvertreib auf dem rund 1,5 Kilometer langen Veranstaltungsbereich sorgten, wurde es phasenweise recht eng.

„Alles läuft. Bei bestem Festwetter sind wir umso motivierter“, freute sich Veranstaltungsleiter Sander Lutterbach vom Orts- und Verkehrsverein Rurberg-Woffelsbach über die optimalen Rahmenbedingungen. Verlassen konnte er sich auch wieder auf rund 260 Helfer, die die Großveranstaltung stemmen. Auch dem Niedrigwasser des Rursees gewinnt Lutterbach eine positive Seite ab. „Das entzerrt den Veranstaltungsbereich beim Feuerwerk, weil viele Besucher in die Uferböschung ausweichen.“

Kinderparadies ein Volltreffer

Großer Beliebtheit bei den kleinen Gästen erfreute sich das Kinderparadies, wo jede Menge Attraktionen dem Bewegungsdrang der Kinder entgegenkamen. „Da hatte unser Team einen guten Riecher“, freut sich auch Sander Lutterbach über die riesige Akzeptanz.

Bei vielfältigen Angeboten sowie zwei Live-Bands auf zwei Bühnen zahlten die Besucher auch gerne den um einen auf jetzt drei Euro erhöhten freiwilligen Obolus für die Finanzierung des Festes. Da stehen laut Sander Lutterbach dem Veranstalter rund 70.000 Euro ins Haus, die vom Umsatz des Festes finanziert werden wollen, denn die Einnahmen fließen komplett zurück in die nächste Veranstaltung. „Da sind wir schon auf die Unterstützung der Besucher angewiesen, sagt der 41-Jährige, denn mit Sponsoren alleine sei das Fest nicht zu machen. Besonders die erhöhten Anforderungen an das Sicherheitskonzept hätten ihren Preis. Die Rechnung geht meistens auf, sieht man einmal vom vorigen Jahr ab, wo das Wetter nicht mitspielte, und der Verkehrsverein am Ende weniger als 500 Euro Überschuss in der Kasse hatte.

Häufiger als sonst stieß man auch auf Polizeibeamte auf dem Festgelände. Die Ordnungshüter sind in großer Zahl unterwegs und zeigen Präsenz. „Wir bekommen viele positive Rückmeldungen von den Besuchern“, sagt Polizeihauptkommissar Frank Blum, der den Einsatz leitet und aus polizeilicher Sicht mit seinen Kollegen einen angenehmen Abend am Rursee verbrachte. Die aktuelle Lage im Land erfordere es derzeit, „dass wir sämtliche Großveranstaltungen neu betrachten müssen.“

Seit sieben Jahren bereits ist Thomas Schmiedeknecht mit seinem Unternehmen beim Rurseefest zu Gast. Der Pyrotechniker aus Erkelenz liefert das Feuerwerk und sieht einem ruhigen Abend entgegen. „Alle Zündkreise stehen, und wenn wir um 23 Uhr starten, hat sich erfahrungsgemäß auch der Wind gelegt“, sagt der völlig entspannt wirkende Feuerwerker, der den Lichterzauber auf dem Paulushofdamm komplett elektrisch steuert und für den es auf „auf die Art der Effekte und nicht die Masse“ ankommt.

Während der Vorbereitungen des Feuerwerks musste die in der Nachbarschaft stationierte Feuerwehr Simmerath den Start der Seewasserfontänen aus 17 Rohren noch um kurze Zeit verschieben, da wegen der ungünstigen Windrichtung die Gefahr bestand, dass das Feuerwerk einen feuchten Wassernebel abbekommen könnte. Dann aber hieß es Wasser marsch, und etwa 17.000 Liter Oberseewasser wurden pro Minute in den Rursee katapultiert.

Am Morgen den Müll weggeräumt

Dann sammelten sich die Besucher entlang des Ufers zum großen Finale, dem „Rursee in Flammen“. Auch die „Aachen“ und die „Stella Maris“ der Rurseeschifffahrt navigierten sich festlich beleuchtet in die optimale Blickposition. Mit Beifall begleiteten die Schaulustigen kein hoch spektakuläres, aber ein solides Feuerwerk, das sich eindrucksvoll auf der Wasseroberfläche spiegelte. Auf den beiden Bühnen wurde anschließend weiter gerockt, ehe zeitgleich der zähe Rückzug der Fahrzeuge einsetzte. In der Nacht wurden die Nachzügler dann doch noch von einem kräftigen Regenguss erwischt. Am Sonntagmorgen hatte die Gemeinde Simmerath schon vor dem abschließenden Rursee-Frühschoppen Massen von Müll und Glasreste aus der Uferböschung geräumt.

Veranstaltungsleiter Sander Lutterbach zeigte sich am Sonntag rundum zufrieden mit einem störungsfrei verlaufenen viertägigen Fest, und freute sich, dass die Besucher auch dem Rurseefest 2017 die Treue hielten. „Wir wurden regelrecht überrannt.“

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