Per Shuttlebus zum Vorstellungsgespräch

Von: Sarah Sillius
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Nach der Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Hochschule - moderiert von unserem stellvertretenden Chefredakteur Bernd Büttgens - fällt der Startschuss: Mit Shuttle-Bussen machen sich die Absolventen auf den Weg zu den Unternehmen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Während es draußen langsam dunkel wird, ist für Christiane Domagala und ihre Freundin Christine Gross noch längst nicht Feierabend. Sie sind gut vorbereitet.

Vor sich auf dem Tisch haben sie den Busfahrplan ausgebreitet, auf dem sie ihre gewünschten Stationen angekreuzt haben. Die beiden sind zwei von mehreren hundert Studenten, Absolventen und Doktoranden - vorwiegend aus technischen Fächern - die bei der dritten Nacht der Unternehmen dabei sind.

Treffpunkt ist das Technologiezentrum am Europaplatz. Hier präsentiert sich eine Vielzahl der 90 beteiligten Unternehmen aus der Region und den Nachbarländern an Infoständen. Richtig spannend wird es aber erst später. Dann bringen drei Shuttle-Busse die Jobsuchenden zu den Unternehmen. „Ich bin gespannt, was uns erwartet”, sagt die 27-jährige Christiane. Sie und ihre Freundin haben schon gemerkt: Leicht ist es nicht, einen Job zu finden - vor allem dann nicht, wenn man in der Region bleiben möchte.

Blick hinter die Kulissen

Die Chance, die Unternehmen ganz ungezwungen und persönlich kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, nehmen sie gerne wahr. Wie viele andere haben sie sich genau überlegt, wo sie hinmöchten und wie sie sich präsentieren wollen. Absolventen in Jeans und Freizeitkleidung sind an diesem Abend selten zu sehen. Schließlich wollen die Jobsuchenden einen guten ersten Eindruck hinterlassen.

Bevor es losgeht, lauschen Christiane und Christine der Diskussion mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Hochschule - moderiert von unserem stellvertretenden Chefredakteur Bernd Büttgens. Mit in der Talkrunde ist auch Britta Breuer. Vor einem Jahr war sie selbst Teilnehmerin an der Nacht der Unternehmen und stellte sich bei Solland Solar vor - mit Erfolg.

Seit Januar ist sie in dem Unternehmen angestellt und darf diesmal schon als Firmenvertreterin bei der Veranstaltung dabei sein. Ob es eine schwere Umstellung vom Studium auf das Berufsleben war? „Nein, durch mein BWL-Studium und meinen HiWi-Job an der Uni fühlte ich mich gut auf das Berufsleben vorbereitet.”

Breuers Erfolg macht anderen Mut. Nachdem OB Marcel Philipp den Startschuss für die Nacht der Unternehmen gegeben hat, stürmen die Jobsuchenden zu den Shuttle-Bussen. Christian Kerkmann nimmt die Linie 1. Die fährt als erste Station die Rhein-Nadel Automation Gmbh (RNA) am Reichsweg an. „Ein kleineres Unternehmen mit einer flachen Hierarchie, das gefällt mir”, begründet der E-Techniker seine Wahl.

Begrüßt wird die Gruppe von Geschäftsführer Jack Grevenstein. „Wir sind zum ersten Mal bei der Nacht der Unternehmen dabei”, erzählt er. Er räumt ein, dass seine Firma Nachholbedarf in Sachen Kontaktaufnahme mit den Hochschulen hat. Daran solle sich nun etwas ändern: „Wir wollen die jungen Leute für uns interessieren. Sie sollen auch studienbegleitend, vielleicht bei einem Praktikum, den Betrieb kennenlernen können.”

Absolventen für feste Jobs suchen Grevenstein und seine Mitarbeiter ebenfalls. „In den nächsten Jahren wollen wir vier bis fünf neue Mitarbeiter einstellen, die schnell Verantwortung übernehmen sollen.” Christian Kerkmann und seine Gruppe wird von Mitarbeiter Udo Zimmermann durch den Betrieb geführt. Er erläutert die Funktionsweise der Maschinen und die Aufgaben der Mitarbeiter.

Was die interessierten Zuhörer dabei nicht wissen: Der Geschäftsführer hat seine Mitarbeiter vorab angewiesen, ein wachsames Auge auf besonders qualifizierte Teilnehmer zu haben. „Wir brauchen den Nachwuchs”, sagt er. Und damit ist das Maschinenbau-Unternehmen am Reichsweg nicht allein. An diesem Abend sind alle Firmen auf der Suche nach „den besten Köpfen”.

Deshalb zögert Christian Kerkmann nicht lange und macht sich auf zur nächsten Station. Der Shuttle-Bus wartet schon draußen - und der wird ihn hoffentlich in eine sichere Zukunft bringen...
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